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Dem Glauben zum Trotz

© Thimfilm VerleihJoav Shamir geht in seinem neuesten Dokumentarfilm dem modernen Antisemitismus auf die Spur. Ein Zeitzeugnis, das kein Blatt vor den Mund nimmt.


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Kritik
Es ist ein Thema, das gerne mit Samthandschuhen angefasst bzw. völlig unter den Teppich gekehrt wird: Antisemitismus. Doch was genau bedeutet Antisemitismus heutzutage? Der israelische Regisseur Yoav Shamir, selbst jüdischen Glaubens, versucht in Defamation seine ganz persönliche Antwort zu dieser brenzligen Frage zu finden. Auf seiner Reise besuchte er u.a. die Anti-Defamation League, die wohl weltgrößte Organisation, die sich gegen Antisemitismus und Diskriminierung von Juden einsetzt, begleitete eine israelische Schulklasse auf ihrer Exkursion ins KZ Auschwitz und sprach mit Akademikern, die sich jahrelang mit diesem Thema auseinander gesetzt haben. Shamir beansprucht nie, eine allgemeingültige Antwort auf seine Frage zu finden. Es handelt sich um eine ganz persönliche Reise, während der sich Shamir auch mit seinem eigenen Glauben und seiner Einstellung konfrontiert sieht, die er mit einer unheimlichen Feinfühligkeit und Intelligenz angeht und gleichzeitig mit seiner narrativen Eloquenz meistert. Eine Dokumentation, die gleichermaßen zum Denken und Diskutieren anregt, wie sie es nicht nötig hat, auch den unangenehmen Antworten aus dem Weg zu gehen.
Website zum Film
http://www.defamation-thefilm.com/