10 Jahre nach ihrer Scheidung pflegt Jane Adler (
Meryl Streep), erfolgreiche Bäckereibesitzerin und alleinerziehende Mutter, eine durchaus freundschaftliche Beziehung zur ihrem Ex-Mann Jake (
Alec Baldwin). Der ist erfolgreicher Anwalt und inzwischen mit einer deutlich jüngeren Frau verheiratet. Die Situation nimmt eine ungewöhnliche Wendung, als Jake und Jane sich zufällig in einer New Yorker Bar treffen und eine Affäre beginnen. Jetzt ist Jane auf einmal „die heimliche Geliebte“. Allerdings scheint es ebenso zwischen ihr und ihrem neuen Architekten (
Steve Martin) zu funken...
Der englische Originaltitel
It’s Complicated sollte nicht allzu ernst genommen werden, denn kompliziert ist das Beziehungswirrwarr in
Nancy Meyers neuestem Film nicht wirklich. Für
Meyers ist es eine Rückkehr in vergangene Tage, denn sie scheint sich im Metier der romantischen Komödien übers „fortgeschrittene Alter“ ganz wohl zu fühlen. Bereits vor sechs Jahren ließ sie
Jack Nicholson und
Diane Keaton in
Was das Herz begehrt miteinander
Ü-50-turteln. Den feschen Playboy im gehobenen Alter darf
Alec Baldwin zwar nicht mimen, aber die Schwäche für junge Frauen teilt er definitiv mit
Nicholsons damaligen Charakter.
Baldwin ist es auch, der neben der solide aufspielenden
Streep (und das ist natürlich wieder eine Untertreibung) und dem etwas im Hintergrund tappenden
Martin, am ehesten aus dem Ensemble heraussticht. Er stellt den erfolgreichen Jake als durchaus verletzliche Seele dar, und sorgt mit kurzen und knackigen Slapstick-Einlagen für die amüsantesten Momente im Film. Seine humorvolle Seite hat er sich inzwischen in drei Staffeln
30 Rock bestens antrainiert.
Ansonsten ist
Wenn Liebe so einfach wäre eine etwas überlange, dafür aber leichtfüßige und sympathische Fingerübung, die zielgruppenbezogen nur wenig falsch macht und trotz der formelhaften dramatischen Struktur und den vorhersehbaren Wendungen ordentlich unterhält.