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Ein echter Porno wäre mir lieber gewesen
Kevin Smith dreht eine schnulzige amerikanische Version von Nacktschnecken. Da kann er von Glawogger und Co. noch lernen.


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In höchster Not geschrieben von Markus Steiger

Kritik
Irgendwie ist es traurig, was mit Kevin Smith passiert ist. Einst Urgestein aus dem Independent-Boom der 90er, hat er den Absprung ins „normale“ Kinobusiness nie wirklich geschafft - obwohl er immer auf bekannte Gesichter aus der Traumfabrik zurückgreifen konnte. So wie auch in Zack and Miri Make a Porno, wo er mit Elisabeth Banks und Seth Rogan wieder zwei der gerade angesagteren Schauspieler im Talon hat. Dazu noch seine beiden Langzeitkompadres Jeff Anderson und Jason Mewes, da kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Tut es aber leider doch, da sich gerade beim Drehbuch, welches sonst eher einer der starken Bereiche von Smith ist, Ideenlosigkeit breit macht. Die Dialoge zünden einfach nicht so wie sonst, und ab der Hälfte driftet der Film stark in Richtung Durchschnittskost aus Hollywood ab. Zumindest in diesem Bereich hat er es in die Traumfabrik geschafft. Alles, was man schon so oft gesehen hat, wird hier wiedergekaut. Dabei fällt - auch nicht zum ersten Mal - auf, dass Smith ein relativ infantiles Idealbild von Frauen hat. Sie sollen super aussehen und gleichzeitig recht locker mit Sexualität umgehen, quasi ein Mann in einem Frauenkörper. Da hilft es auch nichts, dass am Schluss dann doch alle draufkommen, dass es eh nicht so cool ist, nur so mit jemandem zu schlafen, nicht einmal, wenn es sich um einen Pornodreh handelt.

Mit Zack and Miri Make a Porno hat Kevin Smith leider seinen schlechtesten Film gemacht, da nie seine Handschrift erkennbar ist, die Ideen durchwegs mau sind und die Schauspieler auch eher gelangweilt ihren Teil dazu beitragen. Enttäuschend.