Und dieser drückt sich nicht nur in der Überlänge von knapp zweieinhalb Stunden aus. Stöhnten manche Cineasten schon beim ersten Teil der Spielzeugverfilmung über einen äußerst langatmigen Showdown, gibt es diesmal die totale Materialschlacht.
Dabei fängt alles so gut an: In einem erfrischenden Mix aus Science Fiction, Kinderfilm und High-School-Komödie à la
American Pie startet die
Transformers-Fortsetzung nach Maß. Regisseur
Michael Bays Konzept – neben viel technischer Raffinesse und optimalem Sound vor allem auf die komödiantischen Fähigkeiten
Shia LaBeoufs und den Sexappeal von Jungstar
Megan Fox zu setzen – geht voll auf. In dieser Phase des Films machen sogar Anspielungen auf hundert Mal verbratene Szenen und Klischees der Marke
Spider Man,
Matrix oder gar dem Roboterkonkurrent
Terminator mächtig Spaß. Mehr noch: Zumindest was Letzteren angeht, erteilen die Transformers eine Lehrstunde darin, was mit ein wenig Phantasie und einem Optimum an neuesten CGI-Effekten in punkto Menschroboter möglich ist.
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| Sightseeing neu? |
Dann aber beginnt die Handlung zu stocken. Erste Längen stellen sich ein, die exzessiven Zeitlupensequenzen beginnen zu nerven und die US-Armee missbraucht die
Transformers als Bühne einer großangelegten Militärshow. In dem immer dichter gedrängten Actionprogramm kommt keine Spannung mehr auf. Auch wenn ein Höhepunkt den nächsten jagt, die Transformer immer größer, stärker und spektakulärer werden: Die Faszination vom Anfang bleibt auf der Strecke. Daran kann nicht einmal der Auftritt von
John Turturro in der zweiten Hälfte des Films etwas ändern. Am Ende lässt sich leider nur sagen, dass aus
Transformers: die Rache zwar kein totaler Fehlschlag, aber doch ein sehr anstrengender Film geworden ist.