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Heilige Verstörungskraft!
Ein dreckiger Raum, Gitterstäbe davor und bärtige Typen mit arabischem Akzent? Muss wohl Bushs Terroristencamp sein... In ihrem zweiten Abenteuer reisen Harold und Kumar von Egal nach Mühsam.


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Harold (John Cho) und Kumar (Kal Penn) machen sich auf den Weg nach Amsterdam, zu Harolds Traumfrau. Stattdessen landen sie dank eines kleinen 9/11-Missverständnisses als Terrorverdächtige in Guantanamo. Weil Kumar aber am Flughafen seine Ex gesehen hat, und die in zehn Tagen ein Ekelpaket von zukünftigem Präsidenten heiraten will, und weil Hochsicherheitsgefängnisse auch schon mal sicherer waren, geht es bald auf den Weg nach Texas, damit der Bräutigam seine Beziehungen für sie spielen lässt – und damit Kumar die Hochzeit verhindern kann.

Kritik
Was wurde aus den lockenden Burgern, wegen derer zwei eingerauchte Kerle irrste Geschichten erlebten? Ein unheimlich großer Haufen im Klo. Nicht nur zeigt Harold & Kumar - Flucht aus Guantanamo dieses unausweichliche Schicksal, dem Film geht es als Fortsetzung einer der spaßigsten Stonerkomödien ziemlich ähnlich: Wie von heftigen Magenkrämpfen geschüttelt, reißt es ihn herum zwischen Dingen fürs Herz und Anstößigem, das selten am Anschlag ist, meistens jenseitig und oft einfach nur reaktionsfrei an einem vorbei geht. Vielleicht liegt es daran, dass Jon Hurwitz und Hayden Schlossberg diesmal in Personalunion Buch und Regie machten, und die Fähigkeit von Danny Leiner fehlte, um all ihr Verstörungspotenzial in komische Bahnen zu lenken. Ihr Ansatz versucht jedenfalls das, was schon viele zweite Teile umbrachte: die besten Elemente zu steigern. Was heißt: mehr Inzuchtdeformitäten, noch dämlichere Rassisten und Obrigkeiten, mehr und schreiendere Phantasien. Noch mehr sexuell desorientierte Aktionen, natürlich aber nicht bei den Auftritten von Neil Patrick Harris als Neil Patrick Harris, der sich im echten Leben geoutet hat, hier aber zu den Huren ruft. Auch sein Auftritt wurde ausgedehnt, aber längst nicht alles davon funktioniert.

Bei all dem schaffen es Hurwitz/Schlossberg nicht, davon abzulenken, dass ihre Helden ja eigentlich ganz Brave sind, die nur in wahnsinnige Situationen mit wahnsinnigen Menschen geraten. Zwei Folgen hat das: Nach Harold & Kumar - Flucht aus Guantanamo will man zum letzten Mal in seinem Leben Mark Ronson gehört haben, wie er Boney M verwurstet. Viel wichtiger aber: Harold und Kumar haben sich erledigt.