John Cusack und zwei Kids fahren nach dem Tod ihrer Frau und Mutter viele Kilometer zu einem Vergnügungspark. Da hat man Zeit zum Aufarbeiten.
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Kritik
Grace Is Gone ist ein Roadmovie-Familiendrama, das ein bisschen zu offensichtlich auf den Darstelleroscar für John Cusack oder den Hauptpreis in Sundance abzielt. Das heisst aber nicht, dass der Film schlecht ist. Ganz im Gegenteil. Grace Is Gone beschäftigt sich mit dem Thema der Hinterbliebenen der gefallenen Soldaten des Terrorkriegs im Nahen Osten und trifft dabei den Nerv der Zeit. Außerdem punktet er mit einer guten Besetzung, wobei Shélan O'Keefe als ältere Tochter besonders positiv hervorsticht (Cusack klebt in jeder Szene mit ihr an der Wand).
Dabei stört es auch nicht, dass einem alles ein bißchen bekannt vorkommt. Vom Verdrängen des Todes einer geliebten Person bis zum Coming-of-age der Tochter. Der Film ist dabei uramerikanisch. Das verhindert auch, dass man voll und ganz hineinkippt und mit der Familie mitfühlt. Alles in Grace Is Gone wirkt irgendwie realitätsfern und weit weg von unserer europäischen Weltsicht: Wer verliert bei uns schon jemanden im Krieg und fährt dann zu Eurodisney (es schaudert mich bei beidem)?
Wer dieses Genre also mag, kann Grace Is Gone beruhigt anschauen. Schlecht ist er nicht.