Eine Gruppe amerikanischer High-School-Kids fiebert ihrem Abschluss entgegen. Und dabei singen und tanzen sie. Wer immer von so einem Film geträumt hat, sollte sich High School Musical 3: Senior Year nicht entgehen lassen.
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Kritik
Während die ersten beiden Teile der High School Musical-Saga ausschließlich fürs Fernsehen produziert wurden und ihren Platz in unzähligen Kinderzimmer-DVD-Regalen gefunden haben, hat es Teil 3 nun auf die Kinoleinwand geschafft. Immerhin steht auch im Film selbst ein großes Ereignis an: Die sing- und tanzfreudigen Heldinnen und Helden stehen kurz vor ihrem langersehnten Schulabschluss. Es gilt für Prüfungen zu lernen, sich an Unis zu bewerben, einen Abschlussball zu organisieren und - am allerwichtigsten - eine gelungene Musicalproduktion auf die Schulbühne zu bringen. Wie zu erwarten, tauchen allerdings allerlei Hindernisse auf, die den Teenagern ihre unbeschwerten Leben in Wohlstand ein wenig spannender gestalten.
Der fesche Troy (Zac Efron) hat es besonders schwer. Er muss sich zwischen seinen beiden Leidenschaften Basketball und der Schauspielerei entscheiden, und zu allem Überfluss droht die Beziehung zu seiner Herzensdame Gabriella (Vanessa Hudgens) zu zerbrechen, weil die beiden an unterschiedlichen Universitäten studieren wollen. Über Troy und seine Mitschüler bricht nach einem Leben in einer knallbunten Schulidylle auf einmal ein neues Gefühl herein. Sie haben Angst vor der ungewissen Zukunft, die ihnen in der Welt da draußen bevorsteht. Dass in der Welt da draußen in diesem Film auch alles relativ locker zu gehen scheint, versteht sich von selbst. Dennoch: High School Musical greift Probleme und Ängste, die Teenager wirklich haben, auf und verpackt sie mit so viel Glitzer und Bonbonfarben wie möglich. Das ist auch schon das ganze Erfolgsrezept.
Wenn man den Teenagerjahren entwachsen ist, fällt das mit dem Nachvollziehen des Hypes um diese Filme unter Umständen ein bisschen schwer. Das Ganze ist einfach zu glatt und brav geraten. Die große Liebe zwischen Troy und Gabriella findet lediglich in sehr zaghaften Küsschen und schmalzigen Popduetten inklusive Walzertanz im Blümchenkleid auf dem Schuldach Ausdruck. Die offensichtlche Enthaltsamkeit der beiden ist ganz selbstverständlich und wird niemals direkt thematisert. Die Protagonisten des Films sind allesamt anständig, schön, ehrgeizig, sehr klug und wahnsinnig talentiert. Selbst das meist rosa gekleidete Schulbiest (Ashley Tisdale) hat im Grunde ein gutes Herz und kann halt nur nicht aus ihrer perfekt geschminkten Haut heraus.
Genauso glatt wie der Film ist auch die dazugehörige Musik. Die Filmteenies schwingen ihre unschuldigen Hüften zu anständig gemachtem Pop, aber so richtig kann die Musik nicht überzeugen. Sie bewegt sich ständig zwischen Boybandklängen, Hip-Hop-Beats, ein bisschen Rock und Schmuseballaden, damit ja für jeden was dabei ist. Dieses Chartsoundpotpourri geht auf Kosten eines unverwechselbaren Soundtracks. Aber wer will sich schon eine Soundtrack-CD zu einem Film kaufen, zu dem es auch die passende Kakaotasse, Barbiepuppen, Cheerleaderoutfits, Karaokesets, Perücken, Tischdecken und Unterhosen gibt...