Es ist ein dürrer Typ, den sich das Filmteam für seine Doku ausgesucht hat: einer, der alleine mit ein paar Katzen haust, dem hie und da die Scheibe zerdeppert wird und der auch bei strahlendem Sonnenschein mit Regenmantel und Knirps durch die Stadt geht. Masaru (
Matsumoto Hitoshi) ist geschieden, seine Tochter sieht er alle sechs Monate, und nicht, wie er behauptet, monatlich, die Gage ist mies – vor allem weil ihn seine Agentin übers Ohr haut - und der Weg zur Arbeit mit allen möglichen Schmähsprüchen übersät. Dai-Sato ist halt der letzte Superheld Japans, der Big Man Japan, und die Nation so interessiert an ihm, dass ihm seine Kämpfe mit den verbauten Tolpatschen, die sich unter dem Namen Monster durchs Land schleppen, gerade mal einen Sendeplatz um 2:40 in der Früh einbringen. Früher war alles besser, zu Opas Zeiten. Der allerdings lebt nun dement im Altersheim und sorgt immer wieder für Ärger, wenn er sich unerlaubterweise auf Riesengröße aufpowert. Samt überdimensionaler Windel.
Was
Matsumoto Hitoshi, Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion, mit seiner Mischung aus Fantasy-Komödie und Mockumentary versucht, lässt sich recht schnell erfassen. Ab diesem Zeitpunkt hat
Der große Japaner - Dainipponjin Mühe, nicht vollends langweilig zu werden. Zwar überrascht er immer wieder mit der Skurrilität der Monster und rappelt sich auch gerade dann wieder auf, wenn niemand mehr damit rechnen darf, eigentlich aber hätte der Film eine radikale Kürzung bitter nötig. Bis auf den Schluss: Mit seinem käsigen Kostüm-Kulissen-Finale inklusive köstlichem Amerika-Bashing dreht er so auf, dass ihm die Fadesse davor fast schon verziehen sei.
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