Wo
Hancock hergekommen ist weiß er nicht mehr, nur dass er scheinbar nicht altern kann. Vor ungefähr achtzig Jahren erwachte er aus dem Koma in einem Krankenhaus – seitdem irrt Hancock auf der Erde umher. Ein wirkliches Ziel hat er nicht, aber nachdem er fliegen kann, ohne Mühe Autos stemmt und scheinbar unverwundbar ist, setzt sich Hancock für die Schwachen ein, bestraft die Kriminellen, oder verhindert andere Katastrophen. Mit seinen spektakulären Aktionen gehen aber auch Sachschäden in Millionenhöhe Hand in Hand, was der Bevölkerung sauer aufstößt und die Presse dazu veranlasst, sich auf den missglückten Superhelden einzuschießen. Als sich Hancocks Weg mit dem des erfolglosen, weil hoffnungslos idealistisch denkenden PR-Menschen Ray (
Jason Bateman) kreuzt, schmiedet dieser einen Plan, aus dem Antihelden doch noch den vielgeliebten und bejubelten Strahlemann und Stolz der Stadt zu machen.
Will Smith vergleicht den Charakter des Hancock mit einem begabten Football Quarterback, der nie gewinnt, weil er das Wort „Team“ nicht kennt.
Hancock ist der Innbegriff eines Einzelgängers. Nie kann er etwas richtig machen und selbst wenn er die bösen Buben schnappt, ermahnt man ihn, der Exekutive nicht die Arbeit zu stehlen. Kein Wunder also, wenn Hancock das eine oder andere Mal Sätze wie „Ich hasse diese Welt“ entfahren ...
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| Hancock hat wieder was vergeigt |
Smith nimmt seine Rolle als gescheiterter Held sehr ernst und wartet mit einem noch einen viel verbitterteren, zerknirschteren Gesichtsausdruck als in seinem letzten Film
I am Legend auf. Darin liegt aber schon ein Teil des Problems, mit dem
Hancock zu kämpfen hat. Denn der Film kann sich bis zum Ende nicht entscheiden, ob er sich ernst und seriös und zuweilen ein wenig gefühlsduselig präsentieren will, oder aber als das, was schon der Trailer erahnen lässt - eine seichte Komödie zum Abschalten und Lachen. Statt einer klaren Tendenz in die eine oder andere Richtung, pendelt der Film hin und her und wirkt weder allzu lustig, noch allzu ernst, ist nicht Fisch und nicht Fleisch. Dazu kommen relativ einfallslose Running Gags die vor zwanzig Jahren vielleicht noch frisch und charmant über
Michael J. Fox’ Lippen gekommen wären, aber heute verstaubt wirken.
Aus
Hancock ist ein mäßiges Kinovergnügen geworden, indem den bleibendsten Eindruck die bislang nie schöner ins Bild gerückte
Charlize Theron als Gattin von Ray hinterlässt. Sonst ist der Film schnell wieder aus dem Sinn ...