Verelendung und Ceausescu, das sind die beiden Themen, auf die das filmische
Rumänien im Ausland reduziert wird.
Catalin Mitulescus
Langfilm-Erstling passt gut ins Anforderungsprofil, wenn er davon erzählt, wie
die Gymnasiastin Eva (
Dorotheea Petre) und ihr kleiner, kränklicher
Bruder Lalalilu (
Timotei Duma) die letzten Monate des kommunistischen
Regimes verbringen. Eva zerschlägt unabsichtlich eine Büste und wird deshalb in
eine Schule für Problemfälle gesteckt, schwankt zwischen zwei Jungen und träumt
davon, außer Landes zu flüchten. Lalalilu wiederum malt sich aus, wie er bei
einem Chorauftritt den Diktator ermorden könnte. Um sie herum Menschen, die
wissen oder nicht, wann sie dem bröckelnden System gehorchen müssen, wann
scheinbar - und wann nicht mehr. Löcher, die als Straßen, Rost, der als Bus
firmiert. Und Trägerleiberl.
Wie ich das Ende der Welt
erlebte stellt sich auf die pläsierliche Seite des Zusammenbruchs,
bereit dafür, betuliche Kindsphantasien von tuckernden Autos, U-Booten und
Fahrkarten durchbrechen zu lassen. Herausragend nur die strahlkräftige
Dorotheea Petre, die manchmal wie eine junge rumänische Binoche, nur
etwas härter wirkt, und sich nach
Ryna nochmals für die Zukunft
empfiehlt. An der Produktion des symbollastigen Dahinplätscherns waren übrigens
Martin Scorsese und
Wim Wenders beteiligt; wird dem Film nicht
geholfen haben.