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Summer of 89
Das Ceausescu-Regime als ausgehöhlter Stein, der weder Frosch noch Volk umbringen kann: Symbolgewittrig wie sonstwas, glänzt Catalin Mitulescus Revolutionsnostalgie nur durch seine Hauptdarstellerin.


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Kritik
Verelendung und Ceausescu, das sind die beiden Themen, auf die das filmische Rumänien im Ausland reduziert wird. Catalin Mitulescus Langfilm-Erstling passt gut ins Anforderungsprofil, wenn er davon erzählt, wie die Gymnasiastin Eva (Dorotheea Petre) und ihr kleiner, kränklicher Bruder Lalalilu (Timotei Duma) die letzten Monate des kommunistischen Regimes verbringen. Eva zerschlägt unabsichtlich eine Büste und wird deshalb in eine Schule für Problemfälle gesteckt, schwankt zwischen zwei Jungen und träumt davon, außer Landes zu flüchten. Lalalilu wiederum malt sich aus, wie er bei einem Chorauftritt den Diktator ermorden könnte. Um sie herum Menschen, die wissen oder nicht, wann sie dem bröckelnden System gehorchen müssen, wann scheinbar - und wann nicht mehr. Löcher, die als Straßen, Rost, der als Bus firmiert. Und Trägerleiberl.

Foto: Trigon Film
Wie ich das Ende der Welt erlebte stellt sich auf die pläsierliche Seite des Zusammenbruchs, bereit dafür, betuliche Kindsphantasien von tuckernden Autos, U-Booten und Fahrkarten durchbrechen zu lassen. Herausragend nur die strahlkräftige Dorotheea Petre, die manchmal wie eine junge rumänische Binoche, nur etwas härter wirkt, und sich nach Ryna nochmals für die Zukunft empfiehlt. An der Produktion des symbollastigen Dahinplätscherns waren übrigens Martin Scorsese und Wim Wenders beteiligt; wird dem Film nicht geholfen haben.