Das Web 2.0 und seine Auswirkungen auf unsere Gesellschaft sind nicht erst durch die Filmindustrie zum Gesprächsthema geworden. Aber gerade die Filmindustrie bewies in den letzten Jahren die schnelle Auswertung von gesellschaftlich-brisanten Themen. So wundert es auch nicht, wenn das Web 2.0 als Schauplatz für perfide Killerspiele benutzt wird, angespornt vom wachsenden Zuschauerinteresse. Diese Ausgangslage nutzt
Untraceable für einen unterhaltsamen, jedoch ziemlich einfallslosen Thriller-Beitrag mit moralisch-erhobenem Zeigefinger. Anstatt seine Ausgangsidee zu entfalten, spult Regisseur
Gregory Hoblin das typische Thriller-Programm herunter. Funktionieren tut allerdings die Marketingmaschinerie des Films, denn so mancher Zuschauer wird sich zuhause beim Eintippen der „verbotenen Seite“ wiederfinden. Bis auf ein paar ärgerliche Ausrutscher sowie die erhobene Moralkeule bietet
Untraceable zumindest grundsolide Unterhaltung, die der interessanten Grundidee leider weit hinterher hinkt.
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| Diane Lane auf der Suche nach dem Killer |