Regisseur
Pete Travis glaubt daran, dass die Wahrheit im Auge des Betrachters liegt. Diese Weisheit drückt er seinem Publikum zur Not auch mit Gewalt aufs Auge. In einem von Anfang bis Ende mit Sinnlücken gespickten Thriller operieren per Pocket-PC gesteuerte Präzisionsgewehre grausam genau, geht der Terrorist Taylor (
Matthew Fox) durch die Reihen der schwerbewaffneten Secret Service Agenten wie der personifizierte Tod und darf Bodyguard Barnes (
Dennis Quaid) den Last Boy Scout spielen.
8 Blickwinkel springt in episodischer
11:14-Manier von einem der besagten Blickwinkel zum nächsten, zeigt uns immer wieder die selben Momentaufnahmen von kurz vor bis kurz nach dem Anschlag und vermeidet dabei beharrlich ruhende Bilder. So stürzt sich der Streifen in eine Reizüberflutung ohne Pause und versucht auf diesem Weg ein echter Reißer zu sein. Ein Konzept, das in der ersten halben Stunde durchaus Spaß macht und Cineasten in den Sessel drückt. Nur leider gelingt es nicht, auf dieser Schiene sicher in die Zielgerade zu biegen. Neben besagten Mankos trübt vor allem die kleine, aber gewichtige Rolle von Präsident Ashton (
William Hurt), der so schmerzend klischeehaft nobel, edel und gut ist, den Filmgenuss gewaltig.
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| Mitten im Anschlagsgeschehen: Dennis Quaid als Secret-Service-Agent |