Beim neuesten Einsatz der ES.W.A.T.-Einheit in einer aufgelassenen Kirche (sieht verdächtig nach Notre Dame aus) machen mächtige Feinde der Elitepolizistin Deunan und ihrem Cyborg-Kollegen und besten Freund Bri(areos) zu schaffen. Der wird schwer verletzt, und weil man 1. nicht so lang warten will und 2. sowieso gerade am Herumexperimentieren ist, bekommt Bri einen Bioroiden-Klon, der Tereus getauft wird. Sein Ebenbild bringt Freundin Deunan gehörig in Gefühlskonflikt.
Mit diesen Dingen statt mit bombastischen Fetzereien halten sich zwei Drittel von
Appleseed: Ex Machina auf: Da wird um die neue Weltordnung nach dem (japanisch-typischen) Großen Krieg intrigiert, werden emotionale Zwickmühlen geschaffen und quält auch noch im Jahr 2138 seelenloser Pop jede Party. Überall wurden Ideen abgezweigt, weshalb die ausschließlich unfreiwillig komische Angelegenheit dann in Szenen kippt, die mehr nach
Romeros Zombie-Filmen aussehen, oder ein Kind wie beim JFK-Begräbnis salutieren lässt. Ja, selbst ein Hitler-Lookalike, als Einstreuer hingerotzt, darf nicht fehlen. Hinter dem allmächtigen Product Placement, das uns sagt, dass Olympus der Name der Stadt der Zukunft sein wird, und dem akuten Mangel an Apfelkernen steckt prominenterweise
John Woo, der, wie um das zu unterstreichen, gleich bei seiner Namensnennung einen Schwarm Tauben aufsteigen lässt. Wenn auch alles rundherum mehr oder minder lächerlich ist: Wenigstens die Animation ist erstklassig, die wenigen richtigen Kämpfe spektakulär und von der Musik bestens unterlegt. Einfach ausgiebig wummern lassen.
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| A human, a biodroid, a cyborg, those are Olympus´ hope. - Im zweiten Appleseed-Film heißt es Überblick bewahren |