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Nicht das Beste und nicht zum Schluss
Drei Männer älteren Semesters - Jack Nicholson, Morgan Freeman und, nicht zu vergessen, Regisseur Rob Reiner - machen sich einen Spaß. Und einen Film.


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Im Taj Mahal geschrieben von Markus Steiger

Konzernbesitzer Edward und Automechaniker Carter werden wegen Edwards hocheffizienter Firmenpolitik ins selbe Krankenzimmer gesteckt. Die Prognose für beide: Krebs, unheilbar. Lange haben sie nicht mehr zu leben. Vor ihrem Tod wollen sie aber noch etwas erleben und reisen um die ganze Welt.

Kritik
Was kann da noch schief gehen. Mit Rob Reiner, Morgan Freeman und Jack Nicholson haben sich drei alte Füchse zusammengetan, um einen programmierten Hit abzuliefern, der fürs Zwerchfell und fürs Herz gleichermaßen gedacht ist. In Amerika war der Film zwar nur kurz in den oberen Kinocharts, sein Geld scheint er dabei aber locker eingespielt zu haben. Erfolg und Qualität liegen jedoch nicht immer nahe beisammen. Das gilt für Das Beste kommt zum Schluss zwar nicht ganz, trotzdem kann er nicht als wirklich gut bezeichnet werden.

Das fängt bei der Story an. Die dem Tode Geweihten dürfen noch einmal alles tun, was sie wollen. Da ist es auch praktisch, dass der eine stinkreich ist und damit auch dem anderen jeden Traum erfüllen kann. So geht es rund um den Globus, wie man es normalerweise nur aus Bondfilmen kennt. Jedem Drehort werden 3 Minuten gegönnt. Dazwischen wird Pseudoschmonz gebrabbelt, wie toll nicht das Leben ist und wie man es genießen soll. Natürlich darf die Moralkeule auch nicht fehlen. Familie und Freunde sind selbstverständlich wichtiger als Geld und die einhergehende Einsamkeit (auch wenn die Knete den Privatjet ermöglicht).

© 2007 Warner Bros. Ent.
Hoffentlich haben wir nicht wieder die Augen zu

So schnell die Protagonisten ihre Liste abhandeln, so schnell geht auch Regisseur Rob Reiner mit seinem Drehbuch vor. Das Beste kommt zum Schluss kommt nie zur Ruhe. Sogar in den bedächtigen Momenten stellt man sich Reiner im Hintergrund vor, wie er anzeigt, doch schneller zu machen, da man noch vor dem Taj Mahal drehen müsse. Das tut dem Film nicht gut und wird dem eigentlich ernsten Thema nicht gerecht.

Freeman und Nicholson spielen brav ihre Rollen, wobei gerade der besserwisserische Morgan Freeman mit der Zeit zu nerven beginnt. Auch die stereotype Besetzung ist nicht gerade innovativ. Viel besser wäre es gewesen, die beiden Rollen umzudrehen. Denn: Wer will Jack Nicholson noch als zynischen Spaßmacher sehen? Im Alter sollte er sich ein bisschen mehr trauen und nicht immer die sicheren Rollen übernehmen.

Im Großen und Ganzen ist Das Beste kommt zum Schluss ein netter Film, der mit Abklingen des letzen Tons aus dem Kopf verschwunden ist. Und das ist bei der Informationsüberflutung heutzutage gar nicht so schlecht.