Trotz Sabotageakten von Dr. Boll erfreut sich das Genre der Videospiele-Adaption eines beinahe inflationären Wachstums. Mit der Verfilmung des Erfolgs-Shooters von Eidos gelingt Regisseur Xavier Gens aber kein wirklicher Volltreffer.
Agent 47 (Timothy Olyphant) ist eine perfekte Tötungsmaschine: lautlos, präzise, zölibatär – und immer gut angezogen. Sein Ursprung ist eine Geheimorganisation, die ihn und andere vom jüngsten Kindesalter an trainiert und ausgebildet hat. Sie verkauft seine Dienste an den Höchstbietenden, und der Hitman tut, was ihm befohlen – selbst wenn das die Ermordung eines russischen Präsidentschaftskandidaten bedeutet. Doch dieser Auftrag birgt einige Überraschungen: Welche Rolle spielen die schöne Prostituierte Nika und der Bruder des Kandidaten? Agent 47 findet sich bald zwischen den Fronten des russischen Geheimdienstes, Interpols und seiner eigenen Organisation. Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt.
Kritik
Die größte Schwäche von Hitman ist, dass es sich eigentlich um einen „Film ohne Eigenschaften“ handelt. Kaum mehr als eine Sammlung von Action-Versatzstücken aus den Achzigern, hebt nichts, aber auch gar nichts diesen Film aus der Menge hervor. Ein Sammelsurium von Altbekanntem, das sich in eine solide, aber keinesfalls überragende Inszenierung kleidet. Dazu ein Cast aus Seriendarstellern, angeführt von Stirb Langsam 4.0-Bösewicht Timothy Olyphant als Agent 47 – eine Rolle, für die Olyphant seltsam unpassend erscheint.
Dennoch fällt es schwer, Hitman als schlechten Film abzutun; auch wenn er nichts zu zeigen hat, so zeigt er das doch halbwegs spannend und mit überraschend viel Fokus auf die Figurenentwicklung. Actionfans könnten den Film als Videothekentitel durchaus genießen, einen Kinobesuch ist er allerdings nicht wert.