Nancy Meyers. Was soll man sagen. Schauen wir uns einmal an, was diese Frau in ihrem Filmleben so gemacht hat:
Vater der Braut I und II,
Was das Herz begehrt und
Ein Zwilling kommt selten allein. Die Titel sagen eigentlich schon alles: Familienunterhaltung, ohne auch nur die kleinste Ecke oder den kleinsten Kratzer im Gesamtbild. Wodurch sich Meyers aber auch auszeichnet, ist das Talent, als Frau die miesesten Frauenfiguren zu schreiben.
So gehörte
Diane Keatons Darstellung in
Was das Herz begehrt zu den nervigsten Leistungen der Filmgeschichte. Man erinnere sich mit Schaudern an die Schreibszene, in der sie eine Ewigkeit lang abwechselnd von Wein- und Lachkrämpfen geschüttelt wird. Das war Fremdschämen in Reinkultur. Und das Gleiche macht Meyers auch in
Liebe braucht keine Ferien (weitere tolle Titel in der Form:
Gute Tischler brauchen keine Nägel;
Läufer brauchen keine Stöcke).
Cameron Diaz‘ und
Kate Winslets Charaktere sind derart nervig, dass die Speiseröhrenperistaltik ohne Zutun ihres Besitzers Nahrung in die falsche Richtung transportieren will. Jede Szene mit den beiden ist die Hölle. Wenn
Nancy Meyers die Frauen dieser Welt so sieht, dann sollten diese sich schnell zusammentun und die Regisseurin in einem netten Lynchfest töten.
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| "Ich bin ja so eine Frau." |
Die Männer können gegen so viel Dummheit leider nichts mehr ausrichten, wobei
Jude Law auch dann noch schön und gut ist, wenn er gar nichts tut.
Jack Black kann seinen Rollen aus anderen Filmen wie immer nicht entkommen. Aber man muss ihm hoch anrechnen, dass er es so weit geschafft hat.
Eli Wallachs Auftritt als Drehbuchlegende soll dem Ganzen noch einen filmgeschichtlichen Konnex geben, was sich jedoch als völlig unnötige Idee erweist. Dieser Nebenplot hat in diesem Liebesfilm (wohl eher als Hommage an Hollywood gedacht) gar nichts zu suchen.
Was auch noch auffällt, ist, dass man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass bei der Gewichtsverteilung das Testpublikum einiges mitzureden hatte. Dem Pärchen Diaz/Law wird doch einiges mehr an Zeit zusammen gegönnt als Winslet/Black. Ein Indiz dafür, dass in Meyers Welt ein Dicker und eine natürliche Schönheit nicht so viel Platz haben wie zwei Models.
Das ist aber alles nur nebensächlich.
Liebe braucht keine Ferien (
Eine schöne Frau braucht kein Makeup;
Ein netter Kerl braucht keine Penisverlängerung) ist einfach nur eine missglückte Liebeskomödie, die niemand sehen sollte. Und ich meine: NIEMAND.