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Zwischenfilmchen
Oder: Was machen erfolgreiche Schauspieler, Produzenten und Regisseure wenn ihnen wirklich stinke langweilig ist?


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"Ich brauchs nicht" sagt Gisela Säckl

München, Ende der 60er Jahre. Polizeianwärter Benjamin „Bennie“ Köpke (Tom Schilling) verliebt sich bei der Demonstration in die junge Kommandantin Luzi (Karoline Herfurth). Zur gleichen Zeit bittet ihn sein umtriebiger Bruder Freddie (Benno Fürmann), die Regie bei seinem „Aufklärungsfilm“ zu übernehmen. Hin und her gerissen zwischen seiner bald abgeschlossenen Polizeiausbildung und der Zuneigung zur wilden Luzi, nimmt Benno das Angebot des Bruders an. Gemeinsam mit einer kleinen Runde begeisterungsfähiger Mitarbeiter beginnen die turbulenten Dreharbeiten.

© 2006 Constantin Film, München
Kino - Dafür werden einfach keine brauchbaren Sexfilme gemacht....

Kritik
Die Welle der „Ossi-Wessi-Klischee-Filmchen“ war intensiv und gut, ist aber thementechnisch mittlerweile schwer ausgereizt. Ein „60er-Jahre-Sexuelle-Revolution-Filmchen“ lockt auch keinen mehr so richtig hinterm Ofen hervor. – Und jetzt mischen sich diese beiden abgetragenen, ausgelatschten Filmpatschen zusammen und stampfen ein unschön vorhersehbares und mit den ewig gleichen Klischeetypen gespicktes Etwas aus dem harten Boden der deutschen Filmlandschaft. Ein Etwas, das sicherlich in der Filmographie der beteiligten Schauspieler als Lückenbüßer ganz adrett ist, aber mehr auch schon nicht. Pornorama ist höchstens eine filmische Zwischenmahlzeit, meilenweit entfernt von einem cineastischen fünf-Gänge-Haubenmenü.

Dabei kann sich die Besetzungsliste mit Benno Fürmann, Tom Schilling, Karoline Herfurth und Elke Winkens sehen lassen. Einen sicheren Erfolg könnte auch ein Zweigespann aus Bernd Eichinger und Marc Rothemund bedeuten. Könnte. Aber so ganz will der Film nicht in die Gänge kommen, und nach einigen halbherzigen Dialogen könnte manchen das Gefühl beschleichen, dass da zuerst das Budget gesichert war und dann erst eine Idee gefunden werden musste.

Zwei positive Erwähnungen sollen aber nicht außer Acht gelassen werden

- Erstens: Das wirklich höchstamüsante Originalmaterial deutscher Aufklärungsfilme, von dem es leider viel zu wenig in diesem Streifen zu sehen gibt.

- Und Zweitens: die zum Mitwippen animierende Filmmusik von Mousse-T, der auf Basis der 60er- Jahre-Sounds neue Lieder für den Film kreierte.

© 2007 Constantin Film, München
Bullenschwein in Tarnung: Keine Sorge, ihr Hippies, Bennie
(Tom Schilling) entdeckt schon noch seine revolutionäre Seite