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Stop-and-Go
Sex haben und Leute umnieten dabei: Clive Owen setzt neue Maßstäbe, was schlechte Laune bei Babysittern betrifft. Wenn der Film nur nicht so ruckeln würde...


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durchgeladen von Thomas Taborsky

Ziemlich verwahrlost sitzt Smith (Clive Owen) auf einer Busbank. Da läuft zuerst eine Hochschwangere in den Wehen vorbei, dann ein paar Killer. Ungern aber doch rettet Smith die Frau, hilft ihr im Kugelhagel bei der Geburt und beim Flüchten. Weit kommt sie aber nicht, und plötzlich steht Smith mit dem Baby da, arg verfolgt von Mr. Hertz (Paul Giamatti) und seinen Schergen. Das Baby braucht Milch, also geht Smith zur laktierenden Prostitutierten Donna (Monica Bellucci), die damit auch zur Zielscheibe wird. Gemeinsam müssen sie sich jetzt wehren, nicht nur gegen Hertz, der für die Hatz einen Haufen Auftagsmörder nachbestellt, sondern genauso gegen Regierungsbeamte, die auch unbedingt das Neugeborene haben wollen.

© 2007 Warner Bros. Ent.
Streit ums Fläschchen: Hertz (Paul Giamatti, l.) und Smith (Clive Owen, r.) im Baby-Infight

Kritik
Um gleich mal den unsensiblen Mann heraushängen zu lassen: Wer zum Teufel will in einer 90-Minuten-Ballerorgie wissen, warum Monica Bellucci laktiert? - Fragen zu stellen, und so zu tun, als ob die Gefühle der Beteiligten wichtig wären, das sind schon ordentliche Mankos im sonst sehr unterstützenswerten Vorhaben von Shoot 'Em Up, einem Film, bei dem alles vorhanden wäre, was den kleinen Zerstörungswüterich in uns glücklich machen könnte: jede Menge glänzender Waffen, kräftiger Gitarrenrock, Paul Giamatti in Zynismus-Höchstform (ganz zu schweigen von der kleinen Anspielung, wenn er „Fuck me sideways“ von sich gibt). Außer Kraft sind die Gesetze von Trefferwahrscheinlichkeit und Logik, alle haben herrliche Spleens und kleine Perversitäten, Karotten sind die Allzweck-Werkzeuge des guten Killers, und der unerschütterliche Clive Owen, dem gleich mit dem allerersten Bild ein Clint-Eastwood-Augenpartie-Moment gegönnt wird, ist überhaupt unvergleichlich. Genau wie die Momente, in denen Owen und Giamatti aufeinander treffen und sich à la Bugs Bunny und Elmer Fudd beschimpfen.

Mehr könnte man sich nicht wünschen, und doch hat der Film ein sehr ernsthaftes Problem in der Umsetzung: Er fährt an, macht schon da horrenden Spaß, bremst sich aber sofort wieder ein. Wie im zähflüssigen Verkehr. Immer wieder, viel zu oft, wiederholt sich dieses Spiel. Nie bleibt das Tempo lange aufrecht, und nur ein magerer Teil der immensen Möglichkeiten entfaltet sich bei dieser Ruckelei. Ganz zu schweigen von eben jenen fehlplatzierten Emotionen. Weil er kompakter ist, und sich doch mehr auf das Wesentliche, den Body Count, konzentriert, steckt Shoot 'Em Up zwar einen Smokin' Aces locker in die Tasche; Vom reuelosen Spaß, den Crank machte, steht er aber ziemlich weit entfernt.

© 2007 Warner Bros. Ent.
Ein ganzes Stiegenhaus voll Attentätern, ganz für Smith allein...

Zitat
Hertz: „You know why a gun is better than a wife?“
Seine Begleiter wissen keine Antwort.
Hertz: „You put a silencer on a gun...“

Hertz, als ihm von Smith schon wieder die Tour verdorben wurde: „Fuck me sideways...“

Smith stößt Donnas Freier zur Seite: „Sorry, bar's closed.“

Smith: „I'm a British nanny, and I'm dangerous.“

Hertz zu Donna: „I need a little cream for my coffee, and some answers.“

Smith hat sich ein Leichenteil zu Nutze gemacht: „Nothing like a great handjob.“

Donna: „A bulletproof vest is a better investment than a crib.“
Hertz: „Guns don't kill people, but they sure help.“
Die deutsche Verleih-Page des Films
http://wwws.warnerbros.de/shootemup/