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Einen haben sie noch, einen haben sie noch
Und wieder müssen Superhelden gegen das Böse antreten. Der zweite Teil der Fantastischen Vier bringt NICHTS neues ins Comicuniversum.


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Eigentlich relativ viel darüber geschrieben von Markus Steiger

Es ist soweit: Reed und Susan haben es endlich bis zu ihrer Hochzeit geschafft, und abgesehen von Reeds dauernder geistigen Abwesenheit scheint alles in Ordnung zu gehen. Doch es kommt, wie es kommen muss: Ein Wesen aus dem All (der Silver Surfer) erscheint und verbreitet Chaos auf der ganzen Erde. Was man noch nicht weiß: Er ist der Vorbote von Galactus, dem Weltenzerstörer.

Kritik
Fantastic Four war aus irgendeinem Grund ein doch recht ordentlicher Erfolg. Ansonsten hätten die Investoren nicht Geld für einen zweiten Teil springen lassen. Scheinbar hat das Publikum noch nicht genug von den Helden aus den Heftchen, die viele als Kind so gern gehabt haben. Die Fantastischen Vier gehören dabei zum beliebten MARVEL-Teil des Comicuniversums, welcher sich als erstes mit den menschlichen Seiten und Problemen von Superhelden auseinandergesetzt hat.

In diesem Fall betrifft diese Eigenschaft eigentlich nur den Charakter Ben Grimm (Michael Chiklis), dessen Verwandlung in einen Superhelden mit einer eher negativen körperlichen Mutation einher geht. Im Comic war er deswegen der tragische Held, der aber trotzdem immer einen lockeren Oneliner auf den Lippen hatte. Das passiert so auch im Film. Sein Gegenpart ist dabei wieder Johnny, der mit seinem neuen Ruhm keine Probleme hat, hier aber auch die Schattenseiten seiner Andersartigkeit kennen lernen muss.

Copyright Constantin Film
"Schatz!!! Die Klospülung ist defekt!!!"

Das ist alles ganz lieb und nett umgesetzt, aber auch nicht gerade eine Offenbarung. Regisseur Tim Story schafft es, das riesige Universum der Marvel-Comics ein bisschen zu erweitern und dabei nicht viel Schaden anzurichten. Das Problem stellt sich aber langsam im Grundsätzlichen: Wenn man nämlich ehrlich ist, werden auch die besten Umsetzungen á la Spiderman oder X-Men den Vorlagen bei weitem nicht gerecht. Comic-Umsetzungen sind so lange cool bis der Vorspann gezeigt wird und der Film beginnt. Erst dann bemerkt man, wie beschränkt die Möglichkeiten der Filmemacher trotz Computerhilfe sind.

Das hat einerseits mit dem Pathos zu tun, der im Kino natürlich durch Musik und Schauspieler potenziert wird, was nicht für jedermann gut ist. Andererseits ist das Komprimieren der über Jahre gewachsenen Rivalitäten und Dramen auf Dreiteiler dem Genre nicht gerade zuträglich.

So auch im Silver Surfer. Wer die Fantastischen Vier kennt, kennt auch die teilweise extrem existentiellen Themen, die über mehrere Bände aufgebaut und behandelt werden. Da helfen auch keine tollen Special Effects, die immer als Lückenfüller und Höhepunkte in Comic-Verfilmungen herhalten müssen. Rise of the Silver Surfer bleibt deshalb nur ein weiterer (oberflächlicher) Mosaikstein in einer nun schon langen Reihe von Comicadaptionen, welcher nach 5 Minuten in Vergessenheit gerät. Aber mehr verlangt man auch nicht.