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28 Logikbrüche später
© 2007 Twentieth Century FoxDie Zombies sind zwar tot, der Virus aber nicht. Ein erneutes Beißen, Schmatzen und Mampfen wird bald wieder aus London zu hören sein.


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Infizierend geschrieben von Markus Steiger

28 Wochen nach dem Ausbruch des schrecklichen Virus in England scheint die Lage unter Kontrolle zu sein. Das amerikanische Militär hat das Kommando übernommen und beginnt sogar, einen kleinen Stadtteil von London mit Überlebenden neu zu besiedeln. Da alle Infizierten verhungert sind, scheint auch der Virus ausgelöscht zu sein. Doch dann taucht eine Frau auf, die den Virus in sich trägt, selbst aber resistent ist.

Kritik
Warum sollte man von einem Film, dessen Existenz eigentlich nicht wirklich nötig war, eine Fortsetzung drehen? 28 Days Later war nichts anderes als ein müder „Dawn Of The Dead-Abklatsch“, dessen Videoästhetik das einzige Erwähnenswerte war. Danny Boyle und Alex Garland haben einfach den Virus (Resident Evil lässt ganz herzlich grüßen) nach London gebracht und die Akteure gegen Zombies und Militär antreten lassen.

Scheinbar war das den Filmbossen nicht genug, und so erfährt man nun, was die Menschheit so macht, wenn alle Zombies tot sind. Sie baut unter extremen Sicherheitsbedingungen die Welt wieder auf. Und da kommen schon die ersten groben Fehler in diese Fortsetzung hinein. Robert Carlyles Charakter Don ist in irgendeiner Weise in den Aufbauprozess involviert. Wie das passiert ist und was er da macht erfährt man nie. Hauptsache er hat eine Schlüsselkarte zu „allen“ Bereichen der Militärbasis, damit sich das mit dem Storyablauf einigermaßen ausgeht. Ansonsten könnte der Virus ja nicht noch einmal ausbrechen. Außerdem scheint er, schon Zombie geworden, doch noch über einige Erinnerungen und Fähigkeiten verfügen, ansonsten würde er nicht andauernd seine eigenen Kinder verfolgen (mag er sie nicht?).

© 2007 Twentieth Century Fox
Rotaugenzombie in 28 Weeks Later

Auch eigenartig ist, dass die resistente Mutter dem Anschlag der Zombies entkommen ist. Die Immunität gegen einen Virus versteht man ja noch, aber was ist mit den Bissen und Schlägen der Zombies? - Auch hier hat man nicht gerade die hellsten Köpfe ans Drehbuch gelassen.

28 Weeks Later beginnt dabei recht ansprechend. Die Anfangssequenz samt Angriff der Infizierten ist wirklich flott gedreht und spannend. Auch die Frage, wie die Militärs den Wiederaufbau angehen, ist interessant. Mit dem Auftauchen der Mutter beginnt der Film aber zu kippen. Einerseits was die Logik betrifft und andererseits im Aufrechterhalten des Spannungsbogens. Irgendwann ist es einem recht egal, wer da jetzt überlebt und wer nicht. Besonders die rasch eingeworfenen amerikanischen Charaktere sind völlig unnötig und ohne jegliche Tiefe.

Am Schluss kopiert man dann einfach das Ende vom Remake von Dawn Of The Dead. Happy Endings sind in der modernen Horrorfilmwelt nicht mehr möglich. Man kann nur hoffen, dass die Produzenten es jetzt gut sein lassen und sich nach den Tagen und Wochen nicht auch noch auf die Monate und Jahre stürzen. Sonst hört der Mist gar nicht mehr auf.