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Ey Mann, wo ist mein Autobot?
Ein Film zu mehr als zwanzig Jahre alten Actionfiguren des Spielzeuggiganten Hasbro – ob so etwas hinhauen kann? Noch dazu, wo die riesigen Roboter nicht mehr draufhaben, als sich in Autos bzw. Flugzeuge und wieder zurück zu verwandeln. In Transformers schickt Popcorn-Kino-Experte Michael Bay Shooting-Star Shia LaBeouf auf den Techno-Spielplatz - nicht ohne Erfolg.


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Es herrscht Krieg zwischen den außerirdischen Robotern namens Autobots (die Guten) und den Decepticons (die Bösen). Beide Gruppierungen suchen auf der Erde nach dem Allspark – einem mechanischem Wunderwürfel, der technischen Objekten Leben einhauchen kann (der von Rubik ist nichts dagegen). Der Teenager Sam Witwicky (Shia LaBeouf) gerät zwischen die Fronten und muss infolgedessen die Welt retten. Nebenbei versucht er die braungebrannte Augenweide Mikaela (Megan Fox) abzuschleppen, die als Autoknacker-Tochter im Kampf gegen die Metall-Wesen jedoch lieber selbst den Abschleppwagen besteigt.

Kritik

Der Kinosommer 2007 stand bisher im Zeichen der Drei: Schon das dritte Mal vergnügten sich Shrek, Jack Sparrow und Spider-Man in den Lichtspielhäusern. Bei all diesen Aufgüssen hatten sich zum Leidwesen des Publikums mittlerweile erhebliche Ermüdungserscheinungen eingeschlichen. Spider-Man kraxelte müde an Hausfassaden entlang und auch Sumpf-Oger Shrek war schon wesentlich witziger. Kein Wunder also, dass die Transformers in den Staaten bisher so viele Leute ins Kino lockten, denn was uns Michael Bay bei seinem neuesten Actionfeuerwerk vorsetzt, ist erfrischend anders – auch wenn der ganze Film nach bekannten Mustern gestrickt ist: Ein bisschen Der Gigant aus dem All und E.T. garniert mit einer Prise American Pie, da kann eigentlich kaum etwas schief gehen – und das tut es eigentlich auch nicht, vorausgesetzt man kann den zuvor genannten Filmen etwas abgewinnen. Die Handlung ist freilich etwas dürftig, doch viel Zeit, um darüber nachzudenken bleibt ohnehin nicht. Kaum ist der Titelschriftzug über die Leinwand gesurrt, beginnt eine rasante Achterbahnfahrt, die mit vielen realen und computergenerierten pyrotechnischen Effekten garniert ist. Hinzu kommen riesige Roboter, die sich ruck-zuck in Autos und wieder zurück verwandeln – und das bei über 200 Sachen auf dem Highway. Ein Augenschmaus, der seinesgleichen sucht! Außerdem nimmt sich Transformers nie zu ernst: Noch bevor der erste Autobot in seiner vollen Pracht zu sehen ist, macht der Film bereits jede Menge Spaß. Wenn das „Auto“ der Hauptfigur Sam in alter K.I.T.T.-Manier von alleine den alten Cars-Schmusehit Drive mit der Songzeile „Who’s gonna drive you home?“ im Radio einstellt, um ihn dazu zu bringen, endlich die hübsche Angebetete nachhause zu fahren, bleibt kein Auge trocken. Und auch die Eltern des Teenagers sind herrlich durchgedreht dargestellt. Das elterliche Gespräch über Masturbation, das stattfindet während sich die freundlichen Autobots rund um das Haus trollen, ist noch skurriler als das Pendant in American Pie.

© 2007 DreamWorks LLC and Paramount Pictures. All Rights Reserved.
Die Polizei, dein Freund und Helfer? Davon hat der Metallfiesling scheinbar noch nichts gehört!
Natürlich könnte dem Film eine Menge vorgeworfen werden: wenig Tiefgang, flach gezeichnete Figuren, reine Effekthascherei, das vor Pathos triefende Ende, und, und, und – aber damit würde Transformers Unrecht geschehen. Der Streifen unterhält, und das sehr gut. Außerdem: Wer sich in einen Film setzt, der von haushohen Robotern handelt, hat die Kinokarte sicherlich nicht gekauft, um sich zwei Stunden mit hohem Anspruch zu gönnen. So ist Transformers Popcorn-Kino par excellence, das dem bisher schnöden Action-Kinosommer doch noch etwas Profil verleiht.

Deutlich weniger begeistert von Transformers war Kollege Taborsky. Hier sein Senf zum Film.

Trivia - Geschichten und Gschichterln

Newcomer Shia LaBeouf wird in Indiana Jones 4 den Sohn von Indy mimen und hat schon für drei weitere Indy-Filme unterschrieben.
Website zum Film:
http://www.transformersmovie.com/