Was tut man, wenn man ein paar alte Freunde hat, die man schon länger nicht gesehen hat? Man macht vielleicht eine Grillfeier oder man trifft sich zum Billardspielen. Wenn diese Freunde aber klingende Namen haben wie
Matt Damon oder
Brad Pitt, dann ist eine Grillfeier nicht genug. Nein, ein ganzer Film muss her. Denn der einzige Grund für
Oceans 13 kann nur sein, dass sich der bunte Haufen rund um
Steven Soderbergh wieder sehen wollte.
Wahrscheinlich ist auch der Faktor Geld ein kleiner Anreiz für die Reunion. Denn so mies der zweite Teil leider war, Geld hat er trotzdem eingespielt. Dieser dritte Teil steigt im Niveau wieder etwas an, aber auf eine andere Weise. Man macht sich nämlich nicht einmal mehr die Mühe, eine ein bisschen komplexere Story zu schreiben. Dagegen jagt ein Sketch den anderen, wobei das Niveau manchmal besser und manchmal schlechter ist. Und das Ganze geschieht im Wissen, dass einem der Zuschauer das sowieso verzeiht.
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| Ellen! Ellen! Ellen! |
Technisch gibt es natürlich nichts auszusetzen. Das Setdesign und die Klamotten sind wieder einmal perfekt, und die Schauspieler agieren gelöst und natürlich.
Al Pacino schauspielert zum Glück nicht so überdrüber wie gewohnt, und
Ellen Barkin schaut auch mit ihren paar Jährchen auf dem Buckel zum Anbeissen aus (auch wenn sie ein bisschen nach Plastik schmecken würde). Die Freude des Wiedersehens liegt also auch auf unserer Seite.
Die ganze Truppe ist wieder einmal außerordentlich sympathisch und kompetent, und man freut sich am Schluss dann doch irgendwie, wenn die vorher angekündigten Pläne in die Realität umgesetzt werden. Clooney und Konsorten wären aber von nun an gut beraten, sich wirklich nur noch bei einem Bier zu treffen, wenn die Sehnsucht zu groß werden sollte. Ein viertes Mal klappt es mit den Casinodieben sicher nicht mehr. Aber was weiß ich schon.