Vielen ist der im Iran geborene und seit 1982 in Österreich lebende Regisseur
Arash T. Riahi noch durch die erfolgreiche Dokumentation seiner eigenen Familiengeschichte
Exile Family Movie bekannt (Großer Diagonale Preis für den besten Dokumentarfilm 2006, Max Ophyls Preis 2007). Der herzerwärmende Film über das Zusammentreffen seiner auf der ganzen Welt verstreuten Familie trieb vielen im Publikum vor Lachen die Tränen in die Augen.
Selbiges darf man sich jetzt auch von seinem Spielfilmdebüt
Für einen Augenblick, Freiheit erwarten.
Der Film handelt von der Odyssee mehrerer Flüchtlinge auf dem Weg in die Freiheit. Die Thematik wird in einem Ensemblefilm als tragikomisches Drama arrangiert und basiert auf wahren Begebenheiten. „Es sind drei Geschichten, von drei unterschiedlichen Menschen, die auf der Suche nach ihren eigenen Träumen, wo es Freiheit gibt, sind“, so
Arash gegenüber allesfilm. Am Drehbuch für sein Spielfilmdebüt hat der iranisch-österreichische Regisseur rund 6 Jahre lang geschrieben.
Das Casting dauerte weitere 1,5 Jahre, „da es schwierig ist, Schauspieler zu finden, die akzentfrei persisch sprechen und in einem iran-kritischen Film mitspielen möchten“.
Deshalb ist in London, Berlin, Köln und auch Paris gecastet worden. Das Ensemble stellt sich aus bekannten internationalen und nationalen Schauspielgrößen zusammen wie dem schwedisch-libanesischen Hauptdarsteller
Fares Fares (
Jalla! Jalla!, Kops),
Navid Akhavan (
Fremde Haut) oder
Johannes Silberschneider (
Kleine Geheimnisse). Aber auch Laien- und Theaterdarsteller und Kinder, die noch nie im Film gearbeitet haben zählen zum Cast.
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| Arash mit seinen jugendlichen Darstellern am Set von "Für einen Augenblick, Freiheit" |
Der 6-wöchige Dreh in der Osttürkei ist erfolgreich beendet worden, obwohl es teilweise gröbere Probleme gegeben hat.
Arash T. Riahi hat sich an die „Tabus“ im Filmlehrbuch herangewagt und mit Kindern und Tieren gedreht.
Vor allen von den drei Kindern im Alter zwischen 5 und 7 Jahren ist der Regisseur völlig begeistert, obwohl er teilweise „am Rande des Nervenzusammenbruchs gestanden hat“, so der Regisseur. Die 7jährige
Elika Bozogi (Azy) wollte beispielsweise während einer einwöchigen Drehpause nicht zurück nach Paris und weinte bitterlich. Dennoch sei es „wunderschön, mit Kindern zu arbeiten“.
Die Schwäne seien dagegen nicht so leicht zu handhaben gewesen, wie die Kinder, die man schon mit „kleinen Geschenken zu diversen Aktionen überreden hat können. Aber egal, wenn man am Ende des Tages das Material anschaut und man merkt nichts von den Plagen und den Anstrengungen, dann hat man das erreicht, was man wollte“. (zit. Arash)
Ein größeres Problem stellen dagegen die Sprachdifferenzen dar, die immer wieder zu Verzögerungen beim Dreh sorgen.
Arash führt auf persisch und englisch Regie, mit dem Team spricht er Deutsch. Somit müssen Anweisungen und Bemerkungen immer übersetzt werden.
Heute hatte
Arash seinen ersten Drehtag in Wien im Arsenal, wo in einer Halle die Innenszenen eines Hotels in Ankara nachgestellt worden sind. Noch bis zum 28. April 2007 wird in diversen Lokalitäten in Wien aufgezeichnet. Der Abschluss der Dreharbeiten ist voraussichtlich im November. 2008 soll
Für einen Augenblick, Freiheit dann in die Kinos kommen.