Darren Aronofskys dritter Langfilm ist sein bisher schwächster. Trotzdem ist man sich am Schluss nicht sicher, was man da gesehen hat.
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In drei Zeitebenen spinnt Darren Aronofsky eine Geschichte von Liebe und Unsterblichkeit und Wiedergeburt, wobei ein magischer Baum eine zentrale Rolle spielt.
Kritik
Darren Aronofsky macht es einem nicht leicht, und gerade dafür sollte ihm schon Lob gebühren. Einen Regisseur, der sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruht und immer neues Terrain erforscht, findet man in der heutigen Zeit nur noch selten. Zu knapp berechnet sind die Budgets für Filme, zu leicht ist ein Scheitern gleichgesetzt mit dem Ende des Berufes.
Aronofsky pfeift aber auf Konventionen. Das hat er schon mit seinem Erstling Pi bewiesen, ein paranoides Werk über Verschwörungstheorien und Wahnsinn. Kontrovers wurde auch sein rasant geschnittener Drogenhorror Requiem for a Dream aufgenommen. Wohl einer der polarisierendsten Filme unserer Zeit.
Und da sind wir schon bei The Fountain, der wieder als ganz anders bezeichnet werden kann, zumindest im Bezug auf das bisherige Schaffen des Regisseurs. Und das erste Mal schwächelt Aronofsky, zumindest, was Innovation betrifft. Die Bilder sind natürlich wunderschön und der Computer raucht wie wild, wenn in der Zukunft die Reise Richtung sterbender Stern geht. In Schönheit sterben ist aber sicher nicht erstrebenswert, wenn man das Hauptaugenmerk auf die transzendentale Story lenkt, die stark buddhistisch angehaucht von der Unsterblichkeit durch Wiedergeburt handelt.
Eingebettet in eine Liebesstory zur Zeit der spanischen Inquisition und dem Jetzt will uns Aronofsky sein Weltbild näher bringen. In verwirrenden Zeitsprüngen verheddert er sich aber in zu vagen Szenen, die einen roten Faden nicht möglich machen. Die Ambition ist aber klar ersichtlich. The Fountain soll trotz seiner nur 90 Minuten ein Epos über die Liebe sein, die nicht einmal durch den Tod zerstört werden kann. Darren Aronofskys Film dreht sich um den Kreislauf des Lebens. Der sterbende Baum trifft auf den sterbenden Stern und daraus entsteht neues Leben und der Kreislauf beginnt von vorne.
Die Schlüsselfiguren in allen Zeiten werden durch Hugh Jackman und Rachel Weisz dargestellt. Auf den zweiten Blick bilden die beiden ein gar nicht so schlechtes Paar. Nur Jackman ist für die Rolle des Tom leider eine Fehlbesetzung. Zu ungehobelt wirkt sein Äußeres, zu hölzern sein Spiel. Weisz dagegen trifft ihre Rolle der sterbenden Freundin/bedrohten Königin genau und drückt dem Film damit ihren Stempel auf. Auch Ellen Burstyn ist nach Requiem for a Dream wieder mit von der Partie.
The Fountain ist ein wirklich ambitioniertes Projekt, das mit wunderschönen Bildern beeindrucken kann. Der Anspruch wird durch die Umsetzung aber leider nicht gedeckt. Zu vage und zu locker inszeniert Aronofsky seinen Film, der am Schluss sogar versucht, in Kubriksche Sphären aufzusteigen, wenn er 2001 zitiert. Trotzdem sollte man sich The Fountain anschauen. In der richtigen Stimmung kann er einen erwischen.