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Music vs. Lyrics
Reden ist Silber, singen ist Gold.


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Sicher nicht gesungen von Markus Steiger

Alex Fletcher (Hugh Grant) hat die Chance, seine desaströse Popkarriere wiederzubeleben. Dazu muss er aber innerhalb von ein paar Tagen ein Lied für das Sternchen Cora schreiben. Das Problem ist, dass er zwar musikalisch begabt ist, mit den Texten aber seine Probleme hat. Rein zufällig findet er eine Partnerin in Sophie Fisher (Drew Barrymore), die sich eigentlich nur um seine Pflanzen kümmern soll.

Kritik
Man kennt sie noch. Bands wie Wham, a-Ha oder Spandau Ballet prägten in den frühen 80ern die Musiklandschaft. Mitten ins Herz ist eine Hommage an diese Bands, die hauptsächlich durch ihre Frisuren und einen sehr inflationär eingesetzten Synthesizer auffielen. Der Film schafft es auf dieser Ebene auch, den Zuschauer manchmal ein bisschen in diese Zeit zurückzuführen. Die eigens dafür komponierte Musik kann sich wirklich hören lassen und ist einmal eine willkommene Abwechslung zu den zusammengestoppelten Soundtracks unserer Zeit.

Mitten ins Herz lebt von diesem Soundtrack. Die Musikszenen, angeführt vom hervorragenden Vorspann, können zu den guten Elementen des Films gezählt werden. Hugh Grant und Drew Barrymore singen wirklich brav, und alles passt eigentlich. Auch die Darstellung von Haley Bennett alias Cora trifft genau die Vorstellung, die man in der realen Welt von den Christinas und Britneys hat.

Das Problem kommt erst dann ins Spiel, wenn gesprochen wird. Die erste halbe Stunde darf Grant seine berühmten selbstironischen Oneliner aufsagen, während der Rest des Casts nur als Stichwortgeber dient. Das ist zwar sonst sympathisch, hier wirkt es aber nur aufgesetzt und berechnet. Außerdem ist der Film teilweise viel zu hektisch; Die Drehbuchschreiber haben überhaupt nicht gut gearbeitet. Der Versuch, zwischen Barrymore und Grant ein bisschen Screwball-Feeling aufkommen zu lassen, bleibt leider beim Versuch, was auch an der mangelnden Chemie zwischen den beiden liegt. Selten hat ein Filmpaar schlechter zusammengepasst.

Die üblichen Romantic-Comedy-Verdächtigen (als Filmfiguren) findet man auch in der Schwester von Sophie (überdreht) und im Manager von Alex (lethargisch). Übertriebene Gesten wechseln sich hier mit typischen Dialogen ab. An Mitten ins Herz merkt man erst, wie schwer es ist, auch nur eine durchschnittliche Komödie zu machen. Hier geht es um die Musik, die gegen die Dialoge kämpft. Und da die Dialoge zahlenmäßig überlegen sind, muss man sie nach Punkten zum Sieger erklären. Schade eigentlich, denn die Idee für den Film ist im Grunde sehr nett.

Fazit: Leider vermasselte Liebeskomödie, die nur mit der Musik punkten kann.