Kaninchen sind die Fußabstreifer unter den Waldtieren: Man kann sie statt
Steinchen schmeißen, wenn man jemanden zum Fenster holen will, kann sich mit
ihnen wie mit Kissen gegenseitig bewerfen, und wenn man in der freien Wildnis
nichts anderes zur Hand hat, genügen ein paar der flauschigen Viecher, um sich
das Gesicht abzuwischen. - Erfreulich unkorrekt gibt sich die Animationskomödie
Jagdfieber, nicht nur durch den rücksichtslosesten Umgang mit
Bunnys ever, sondern auch durch die abgedrehte Kollektion von Tieren, die den
Wald bevölkert: ein schottischer Eichhörnchen-Clan, Lachs-Karatekas, ja sogar
französische Flugenten mit Weltkriegstrauma laufen dort herum, und viele mehr.
Zu dieser chaotischen Gemeinschaft stößt ein Grizzly, der so domestiziert
ist, dass er Hallelujas hört, als er später endlich wieder eine Kloschüssel
erspäht. Boog hält zuerst nichts von der freien Natur, schwört auf seinen
Fernseher, seine Garage und Dinkleman, sein Schmusebärchen. Aber da ist Elliot,
ein fettnäpfchentretender, tollpatschiger Hirsch, der schnurstracks dafür sorgt,
dass der Bär ausgewildert und die ganze Waldgemeinschaft drei Tage vor
Saisoneröffnung runter von der Hochebene ins Jagdgebiet geschwemmt wird.
Probleme zuhauf, noch dazu weil der schießwütige Shaw es kaum noch aushält bis
Lorraine - sein Gewehr - endlich wieder losballern darf.
Das klingt
vielversprechend, hat das Zeug zu einer Menge Spaß. Drum schmerzt es umso mehr,
dass
Jagdfieber genau den kaum liefert. Die meiste Zeit
schlittert der eigenwillig gezeichnete Film nämlich zwischen Buddy Movie und
Zugehörigkeitsdrama herum, verfeuert dazwischen seine Pointen, um dann wieder
wie Boog traurig den Schädel sinken zu lassen. Auch das im Vorfeld groß
angekündigte Scharmützel, in dem sich die Tiere den Wald zurückerobern, steht
überhaupt nicht im Mittelpunkt, sondern ist sehr rasch abgehandelt. Trotzdem ist
viel an der Durchführung nett – unter anderem die Originalstimmen von
Debra
Messing als Wildhüterin,
Billy Conolly als Ober-Eichhörnchen und
auch
Ashton Kutcher in der Rolle des hektischen Elliot - nichts aber
haut einen um. Bedauerlich, doch keine Sorge: Die nächste tierische Komödie, die
sich über die menschliche Natur lustig machen will, ist sicher nur eine Jagdzeit entfernt.
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| Boog und Elliot müssen sich erst zusammenraufen |
Boog wacht in der Wildnis auf:
„Where's Home? It's gone!
Someone's stolen it!“ Ein Biber:
„Whaddayougot?“ Ein zweiter Biber:
„Wood.
Whaddayougot?“ Der erste Biber:
„Wood. - Wanna
trade?“
Shaw entdeckt, dass jemand in seiner
Jagdhütte war:
„Somebody's been eating my candy...Somebody's been sitting in
my chair....Somebody forgot to flush!“ Boog
erklärt den Feldzug gegen die Jäger:
„Let's give our guests the full outdoor
experience!“ Elliot während der Schlacht:
„Boog, this is great, let's do this every year!“
Elliot, nachdem ihm auch der zweite Teil seines Geweihs
abgebrochen ist:
„I'm a little lightheaded...“
Die
Stinktierdame über ihren neuen Begleiter:
„I know he's a duck, but
he treats me like a lady.“ |
| Das nächste Unheil rollt auf die Kaninchen zu... |