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Was tut ihr meinen Bunnys an?
Verrückte Tiere, verrückte Menschen und jede Menge Karnickel-Schändung. Lässt sich so ein Film verhauen? Keine Sorge, es geht.


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Gewildert hat Thomas Taborsky

Kritik
Kaninchen sind die Fußabstreifer unter den Waldtieren: Man kann sie statt Steinchen schmeißen, wenn man jemanden zum Fenster holen will, kann sich mit ihnen wie mit Kissen gegenseitig bewerfen, und wenn man in der freien Wildnis nichts anderes zur Hand hat, genügen ein paar der flauschigen Viecher, um sich das Gesicht abzuwischen. - Erfreulich unkorrekt gibt sich die Animationskomödie Jagdfieber, nicht nur durch den rücksichtslosesten Umgang mit Bunnys ever, sondern auch durch die abgedrehte Kollektion von Tieren, die den Wald bevölkert: ein schottischer Eichhörnchen-Clan, Lachs-Karatekas, ja sogar französische Flugenten mit Weltkriegstrauma laufen dort herum, und viele mehr.
Zu dieser chaotischen Gemeinschaft stößt ein Grizzly, der so domestiziert ist, dass er Hallelujas hört, als er später endlich wieder eine Kloschüssel erspäht. Boog hält zuerst nichts von der freien Natur, schwört auf seinen Fernseher, seine Garage und Dinkleman, sein Schmusebärchen. Aber da ist Elliot, ein fettnäpfchentretender, tollpatschiger Hirsch, der schnurstracks dafür sorgt, dass der Bär ausgewildert und die ganze Waldgemeinschaft drei Tage vor Saisoneröffnung runter von der Hochebene ins Jagdgebiet geschwemmt wird. Probleme zuhauf, noch dazu weil der schießwütige Shaw es kaum noch aushält bis Lorraine - sein Gewehr - endlich wieder losballern darf.

Das klingt vielversprechend, hat das Zeug zu einer Menge Spaß. Drum schmerzt es umso mehr, dass Jagdfieber genau den kaum liefert. Die meiste Zeit schlittert der eigenwillig gezeichnete Film nämlich zwischen Buddy Movie und Zugehörigkeitsdrama herum, verfeuert dazwischen seine Pointen, um dann wieder wie Boog traurig den Schädel sinken zu lassen. Auch das im Vorfeld groß angekündigte Scharmützel, in dem sich die Tiere den Wald zurückerobern, steht überhaupt nicht im Mittelpunkt, sondern ist sehr rasch abgehandelt. Trotzdem ist viel an der Durchführung nett – unter anderem die Originalstimmen von Debra Messing als Wildhüterin, Billy Conolly als Ober-Eichhörnchen und auch Ashton Kutcher in der Rolle des hektischen Elliot - nichts aber haut einen um. Bedauerlich, doch keine Sorge: Die nächste tierische Komödie, die sich über die menschliche Natur lustig machen will, ist sicher nur eine Jagdzeit entfernt.

© 2006 Sony Pictures Releasing GmbH
Boog und Elliot müssen sich erst zusammenraufen

Zitat
Boog wacht in der Wildnis auf: „Where's Home? It's gone! Someone's stolen it!“

Ein Biber: „Whaddayougot?“
Ein zweiter Biber: „Wood. Whaddayougot?“
Der erste Biber: „Wood. - Wanna trade?“

Shaw entdeckt, dass jemand in seiner Jagdhütte war: „Somebody's been eating my candy...Somebody's been sitting in my chair....Somebody forgot to flush!“

Boog erklärt den Feldzug gegen die Jäger: „Let's give our guests the full outdoor experience!“

Elliot während der Schlacht: „Boog, this is great, let's do this every year!“

Elliot, nachdem ihm auch der zweite Teil seines Geweihs abgebrochen ist: „I'm a little lightheaded...“

Die Stinktierdame über ihren neuen Begleiter: „I know he's a duck, but he treats me like a lady.“

© 2006 Sony Pictures Releasing GmbH
Das nächste Unheil rollt auf die Kaninchen zu...
Die deutsche Webseite des Films
http://www.jagdfieber-derfilm.de