Am Ende von Teil eins meinte Faultier Sid noch, ihm stünde jetzt der Sinn nach einer kleinen Globalen Erwärmung. Und schwupps - schon ist sie da. Zeit für Spaß im Wasser-Erlebnispark bleibt aber nicht viel, denn hinter der gigantischen Eismauer am Ende des Tals türmt sich ein ganzes Meer auf, das, wenn der Damm bricht, bald alles überschwemmen wird. Die Tiere müssen sich also schleunigst in Sicherheit bringen.
Das ist auch schon die gesamte Grundidee von
Ice Age 2: Das gutmütige Mammut Manny, Diego, der harte Säbelzahntiger mit dem weichen Kern und das überdrehte Faultier Sid haben wieder ein einfaches Ziel und treffen am Weg erneut auf einige Ur-Zeitgenossen und Schwierigkeiten. Jeder im Trio hat dabei auch noch ein persönliches Spezialproblem: Manny befürchtet, der letzte seiner Art zu sein. Dabei hilft es ihm auch nicht, dass Mammut-Dame Ellie, die glaubt, sie sei ein Opossum, sich der Gruppe anschließt. Sid wiederum möchte, dass die Leute Respekt vor ihm haben. Diego schließlich hadert mit seiner Angst vor Wasser - und es liegt auf der Hand, dass jedes dieser Probleme vor Ende des Films auf irgendeine Weise gelöst sein wird.
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| Drei Opossums |
Unverändert laufen derweil die Dinge bei Scrat, dem Kojoten des neuen Jahrhunderts. Ebensowenig wie bei seinem Cartoon-Vetter und dem Roadrunner klappt bei ihm die Jagd nach der Eichel, egal wie possierlich er sich abmüht. Mit seinen gezählten acht Auftritten darf er sich wieder durch seine eigene kleine Nebengeschichte mühen, die das Abenteuer der anderen kreuzt. Dass zwei seiner Episoden schon im Vorfeld als Trailer rauf und runter gespielt wurden, zeigt zwar seinen Werbewert für den Film; Scrat-Fans werden sich aber ärgern, dass ihnen damit eigentlich wenig an Neuem von ihrem Nager geboten wird. Für die Macher ist es aber sicherlich eine bequeme Art, zu zeigen, wer hier Pausenfüller und wer die Helden sind.
Auch die simple Geschichte rund um die Urzeitwesen hat Füllmaterial nötig. Angereichert wurde die Story wie schon beim Vorgänger fast zur Gänze mit Pointen, die sich unter dem Motto „Bewährtes neu verwurstet“ zusammenfassen lassen: Da kommt das
Sheryl-Crow-Zitat gleich neben der Bibelszene, und die Haare könnte man sich büschelweise ausreißen bei dieser Show, die zwanzig Minuten mehr Zeit in Anspruch nimmt, aber selbst mit einer vollends durchgeknallten Musicaleinlage nichts Bleibendes hervorbringen kann. Wären da nicht
Otto Waalkes, der Sid wieder eine so spontane und sympathische Stimme gibt, dass er die Zusammenklauberei zeitweise vergessen macht, und natürlich die Gags rund um Scrat, die Erinnerung an
Ice Age 2 wäre genauso schnell zerflossen wie ein Liter Speiseeis auf dem Kaminsims.
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| Scrat, wieder mal verbissen auf der Jagd |