Oskar Roehlers Verfilmung von
Michael Houellebecqs aufsehenerregendem Roman
Elementarteilchen hat in den Hauptrollen lauter alte Bekannte:
Christian Ulmen,
Moritz Bleibtreu,
Franka Potente und
Martina Gedeck, in Nebenrollen
Jasmin Tabatabai,
Nina Hoss,
Corinna Harfouch oder
Uwe Ochsenknecht. Die Anhäufung prominenter Namen ist auffällig. Jeder wollte mit Roehler arbeiten nach seinem Erfolg mit
Agnes und seine Brüder, und besonders an diesem Stoff. Das allerdings führte zum Teil zu Fehlbesetzungen.
Christian Ulmen etwa wirkt wenig überzeugend, fast komisch, als vergeistigter Strebertyp - und seine Wandlung zum selbstsicheren Liebhaber kommt dann auch recht plötzlich.
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| Moritz Bleibtreu und Martina
Gedeck im recht jugendfreien Swingerclub |
Aus dem skandalumwitterten, die Gesellschaft in ihren Grundfesten in Frage stellenden Roman um die Bedeutung und Kontrolle von Sex und Fortpflanzung wurde eine recht handzahme, gut gemachte Geschichte, die das Scheitern des einen und das schüchterne Glück des anderen beschreibt. Trotz zweier recht hübscher Szenen im Swingerclub ist Roehlers Adaption (von einer wirklichen Verfilmung ist kaum zu sprechen) von Houellebecqs Roman praktisch jugendfrei.
Während der Roman mit einer bedrückenden Utopie endet, lässt Roehler seinen Film sehr versöhnlich ausklingen. Deswegen ist er aber nicht schlecht, und für ein gemütliches Samstagabendkinopublikum ist die entschärfte Version wohl immer noch drastisch genug. Doch Freunde der Vorlage werden sich enttäuscht sehen.