Wenn man
Matthew McConaughey in der Rolle des hintergangenen Mannes sieht, erinnert man sich dunkel an einen anderen Film, in dem er ebenfalls den Verschaukelten spielte und daraufhin etwas stinkig wurde. Im Unterschied zu
Zum Ausziehen verführt war er in
Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen selbst sowohl Opfer als auch Täter. Da ihm die Opferrolle aber anscheinend besser stand als die Täterrolle, entschied man sich, ihn in
Zum Ausziehen verführt nur mehr den Armen spielen zu lassen. Trotzdem darf er auch hier wieder ein leicht- bis mittelfieser Frauenheld sein, der gezähmt werden möchte - nur diesmal eben ohne selbst einen gefinkelten Plan zu haben.
Mit einem Habitus, der ein bißchen an jenen von
Tom Cruise erinnert ist und spielt sich
McConaughey-durch alle Höhen und Tiefen des (Liebes)lebens.
 |
| Soll nicht mit seinen Reizen geizen: Matthew McConaughey, hier mal bekleidet |
Sarah Jessica Parker mimt die überherzliche aber berechnende, professionelle Auszugs-Beschleunigerin todsicher. Nach
Sex and the City tut man sich aber denkbar schwer, sie in solchen Rollen zu sehen.
Parker bleibt vermutlich für immer in der Carry Bradshaw-Figur verhaftet.
In
Zum Ausziehen verführt wird vorsorglich alles, was in Problemkisten so zu finden ist herausgeholt: Konflikte in Eltern-Kind-Beziehungen, Probleme von Männern mit länger andauernden Beziehungen und freundschaftlicher Rat von guten Kumpels, der immer hilft. In der „ich-bin-sauer-auf-euch“-Phase des Films darf
McConaughey dann auch mal böse werden und
Parker aus seinem Porsche verweisen - so gehts' eben nicht.
Fazit: Ganz ok und besonders fürs Wochenende geeignet.