Die Rolle des jungen Rebellen in
… denn sie wissen nicht, was sie tun zemetierte
James Deans' Image in der Öffentlichkeit. Neben
Marlon Brando war er damals der einzige glaubhafte Vertreter einer verlorenen, orientierungslosen und ziellosen Jugend, die ständig auf der Suche nach sich selbst und den wahren Werten war. Das unglücklich Sein war Normalzustand. Sein früher Tod am 30. September 1955 machte ihn zu einer der Kultfiguren des amerikanischen Kinos. Sein Unfall wurde zu einer makaberen Promotion-Aktion für den Film, dessen Premiere er nicht mehr miterleben konnte.
Basierend auf den Erkenntnissen einer soziologischen Studie von Dr. Robert Lindner nahm sich Regisseur
Nicholas Ray dem heiklen Thema jugendlicher Identitätsprobleme im Zusammenhang mit Gesellschaft und Familie an.
James Dean war zu dieser Zeit die ideale Besetzung für die Rolle des Jim Stark, um als Projektionsfläche jugendlicher Bedürfnisse, Wünsche und Ängste einer ganzen Generation zu dienen.
Trotzdem muten manche Inhalte etwas eigenartig an: Zum Beispiel die offene Art wie verstörte Jugendliche in aller Offenheit über persönlich Defizite sprechen. Oder aber auch komplett wirkende selbstdiagnostische Aussagen sowie nicht ganz 100% Gefühlsausbrüche zählen dazu.
Die Geschichte von
… denn sie wissen nicht, was sie tun erscheint an einigen Stellen konstruiert: die wesentlichen Charaktere des Films - Jim, Judy und Plato - werden alle drei auf mehr oder weniger intensive Weise von ihren Eltern zurückgewiesen. Plato – ein ebenso introvertierter Außenseiter wie Jim – sucht in diesem den Vater, den er nie hatte.
Rays' Studie wirkt in manchen Momenten etwas zu sehr durch, was sich auch in einigen Gesprächen der Schauspieler, die ein bißchen komisch wirken, äußert.
Auch
Natalie Wood lässt
Ray in ihrer Rolle der Judy Dinge sagen, die manchmal unnatürlich wirken. Dazu kommt das verschrobene Frauenbild der 40er und 50er Jahre.
Abgesehen von der Kritik am Film selbst muss trotzdem gesagt werden, dass
… denn sie wissen nicht, was sie tun - ein Dokument jugendlichen Lebensgefühls im Amerika der 50er – seiner Zeit weit voraus war. Das Thema im Rahmen eines Films anzusprechen war sicherlich ein Wagnis, vor dem andere Regisseure dieser Zeit zurückgeschreckt wären.