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Brave Bälger
Sind die Kinder schlimm, kommt Nanny Mc Phee und zaubert sie brav.


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für Kinder empfohlen von Gisela Säckl

Leichenbestatter Cedric Brown (Colin Firth) hat vor kurzer Zeit seine Frau verloren. Nun steht er als berufstätiger, allein erziehender Vater mit seinen sieben Kindern da. Leider sind seine Sprösslinge alles andere als gut erzogen: Angeführt vom frechen Simon (Thomas Sangster), vergrault die Rasselbande jedes noch so hart gesottene Kindermädchen. Nur die Küchenhilfe Evangeline (Kelly MacDonald) kommt mit ihnen gut klar. Nachdem schon unzählige Nannys das Handtuch geworfen haben und die Situation langsam aber sicher endgültig aus den Fugen gerät, steht eines Abends eine etwas eigenartige Dame namens Nanny Mc Phee (Emma Thompson) unaufgefordert vor der Tür. Sie bietet an, den Gören einige wichtige Lektionen beizubringen. Wie sich herausstellen wird, bewerkstelligt sie das nicht nur mit Worten, sondern vor allem mit Magie.

Kritik
Fehlenden Mut zur Hässlichkeit kann man Emma Thompson (Sinn und Sinnlichkeit) in diesem Märchen von der Zaubernanny nicht vorwerfen - bis zur völligen Unkenntlichkeit verwarzt, domestiziert sie als Nanny Mc Phee eine verzogene Kinderschar. Für alle, die sie nicht erkannt haben, erscheint sie dann aber gegen Ende des Films als durch die Lernfähigkeit der Kinder verjüngte und warzenbefreite Emma, ohne die fleischige Hexennase. Thumbs up, für die Visagisten. Co- Star Colin Firth (Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück, Wahre Lügen) sieht einfach wieder herrlich british und irgendwie hilflos aus, so dass man ihm die Rolle als überforderter Familienvater wirklich sofort abnimmt. Ursprünglich stammt die Idee von der Nanny, die nicht mit Liebenswürdigkeit und Redegewandtheit zu erziehen vermag, sondern die Kinder mehr verhext als verzaubert, von der Kinderbuchautorin Christianna Brand. In England kennt die Geschichte mit der Hexe, die durch „bösen“ Zauber Gutes bewirkt, fast jedes Kind. Die grimmig brummende Nanny Mc Phee ist somit eine Art Gegensatz zu der hierzulande bekannten Mary Poppins. Sie schwingt aber weder Zauberstab noch fliegt sie mit dem Schirm herum. Klopft sie mit ihrem Gehstock aus Wurzelholz auf den Boden, passieren die wundersamsten Dinge, und die Kinder lernen mit Sicherheit eine weitere Lektion auf dem Weg zum manierlichen Dasein. Fünf sind es übrigens an der Zahl, und für jede absolvierte Benimmeinheit verschwindet eine Warze oder die zusammengewachsenen Augenbrauen.

Das Ganze ist genauso nett wie schmerzhaft vorhersehbar. Und so kann Eine zauberhafte Nanny, was die Spannung betrifft, nicht mit den anderen jüngst dem Kinopublikum servierten Blockbustern, wie Harry Potter oder den Chroniken von Narnia – Der König von Narnia mithalten. Es ist eben keine Literaturverfilmung, sondern schlicht ein Märchen. Was bei Harry Potter von manchen Seiten kritisiert wird, nämlich, dass die Potterschen Abenteuer nicht wirklich kindergerecht sind, ist bei Nanny Mc Phee dafür völlig gewaltfreie Unterhaltung fürs Kind. Nur fürs Kind.

Fazit: Ein nettes Märchen, das wohl besser als filmische Parabel für schlimme Kinder in die Vorweihnachtszeit gepasst hätte.