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Das weiße Rauschen
Wie man konventionell mit Toten kommuniziert


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Jonathan Rivers’ (Michael Keaton) Frau kommt bei einem Unfall ums Leben. Er kann ihren Tod nicht akzeptieren und versucht, mit elektronischen Hilfsmitteln Kontakt zu ihr aufzunehmen. Nach vielen Versuchen gelingt ihm das, auch wenn die Nachrichten der Verstorbenen kryptisch und schwer verständlich scheinen. Bald bemerkt Jonathan, dass die Aufzeichnungen Informationen über zukünftige Ereignisse enthalten. Und je weiter er in die Welt der Toten eindringt, desto näher kommt er ihr buchstäblich.

Kritik
White Noise ist nur ein Glied in einer langen Reihe von Mysterythrillern, die durch Genregrößen wie The Sixth Sense und Echoes inspiriert wurden. Als der Film im Kino lief, gab es witzigerweise auch Stimmen, die ihm Kultstatus und eine besondere Qualität andichteten. Na ja, irgendwer will sich halt immer wichtig machen.

In Wirklichkeit ist White Noise ein durchschnittlicher Thriller, der mit mehreren Ideen spielt, die wir schon hatten. Die Kommunikation über Fernsehwellen kennt man aus Frequency, beim Sprechen mit Toten müssen Sie Haley Joel Osmond anrufen, und das völlig offene und unerklärte Ende kennt man aus jeder Akte X-Folge.

Interessant ist nur der Einfall, dass die Fernsehwellen aufgezeichnet werden müssen, da die Toten nur kurz in Erscheinung treten. Keiner weiß, wann das sein wird. Somit wird dem Ganzen ein gewisser Grad an Realismus gegeben. Dieser Kniff führt auch zum stetigen Verfall der Hauptfigur, die (von Michael Keaton gut dargestellt) das Aufzeichnen und Ansehen der Nachrichten zu einer Obsession macht.

Und so kommt es, wie es kommen muss. Jonathan findet immer mehr heraus, und es kommt zum finalen Showdown, wobei das Ende einen irgendwie unbefriedigt zurück lässt. Verstehen Sie mich nicht falsch. Offene Enden sind ein Segen. Aber nicht jeder Film verträgt eins. Und so hätten wir uns bei White Noise ein konventionelles Ende für einen konventionellen Film gewünscht.