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Situationskomik deluxe
Eine dünne Story mit unglaubwürdigen Charakteren, aus der Regisseur Ben Younger trotzdem Unglaubliches herauszuholen vermag.


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Einen abgelacht hat sich Miriam Daill

Die 37-jährige Rafi (Uma Thurman) ist gerade frisch geschieden und hat eigentlich ein Leben, wie es sich viele Frauen wünschen: Gut aussehend, toller Job, viel Kohle und eine schicke Wohnung in Manhattan. Einziges Problem: Ihre biologische Uhr beginnt langsam zu ticken. Regelmäßig besucht Rafi, wie es sich für ordentliche New Yorker eben so gehört, ihre Therapeutin Lisa Metzger (Meryl Streep) und schüttet dort ihr Herz aus. Auf Anraten von Dr. Metzger geht Rafi nach ihrer Scheidung viel aus und trifft Männer, um sich abzulenken. Prompt verliebt sie sich auch gleich in den 23-jährigen David (Bryan Greenberg), was in der Folge zu einigen komischen Verstrickungen führt.

Kritik
Klar, dieses Drehbuch wird die Welt nicht verändern und der nicht ganz richig übersetzte Originaltitel des Films (Prime) ebensowenig.
Man nimmt Uma Thurman in der Rolle der Rafi beim nicht ab, dass sie sich in den etwas farblosen Jungspund David verliebt. Man kann ihr ebenso wenig glauben, dass sie sich von ihm – als er notgedrungen zu ihr ziehen muss –auf der Nase rumtanzen lässt. Vielleicht hat sie durch die diversen Einsätze in Tarantino Produktionen mittlerweile schon ein Überimage erlangt, dass sie in solchen Rollen unmöglich macht.

Auch das rein gestrickte Religionsproblem – Davids jüdisch-orthodoxe Familie macht sich bei einer um 15 Jahre älteren Frau zuallererst Sorgen um den möglicherweise bevor stehenden Verlust seines Glaubens – ist weit hergeholt.
Regisseur Younger scheint sich aber keine Illusionen über die Story zu machen, versucht sie nicht zu kitten, sondern setzt alle seine Karten auf die Szenen mit Thurman und Streep und macht damit alles richtig, was man noch richtig machen kann. Die Rechnung geht voll auf.
Meryl Streep packt ungeahnte Komikerqualitäten aus und Thurman spielt gekonnt zurück.
Neben den beiden Damen geht der etwas zu glatte, zu brave Greenberg in der undankbaren Rolle regelmäßig unter.

Davon abgesehen, dass die Sache manchmal so richtig böse zu „kitschen“ anfängt, bekommt man hier doch einiges geboten.


Fazit: Lustig.
Website zum Film
http://www.primemovie.net/index.php