Mit
Workingman’s Death gibt es seit letzter Woche einen weiteren Film in der Reihe von Dokumentationen, die in der Filmbranche gerade ganz groß boomen.
Glawogger – dem Publikum bestens bekannt durch
Nacktschnecken (2003) sowie
Megacities (1998) – teilt den Film episodisch nach den 6 Schauplätzen, die er mit seinem Kamerateam begleitet, ein und folgt den Männern in die abenteuerlichsten Gegenden, wo sie ihre tägliche Arbeit verrichten.
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| Schwefelabbau unter unmenschlichen Bedingungen in Indonesien |
Schon im ersten Teil, als das Filmteam den ukrainischen Männern in eine lediglich 40 cm hohe Mine bis weit in den Berg hinein folgt, machen sich auch im Pulikum leichte Platzangstgefühle bemerkbar. Auch die kurzen Einschübe – sowjetische Propagandafilme aus den 30er Jahren – verfehlen ihre Wirkung nicht. Die verklärten Darstellungen bilden ein fast skurril anmutendes Gegenstück zu den Bildern, die die Männer beim Abbauen der Kohle zeigen.
Glawogger setzt im Laufe des Films weiter auf haarsträubende und zugleich faszinierende Bilder, wie er sie beispielsweise auf einem nigerianischen Schlachtplatz aufnimmt.
Dutzende Male wird gezeigt, wie der Schlächter den Tieren die Kehle durchschneidet; fast wie im Rausch hält die Kamera immer wieder direkt auf das Blutbad drauf, bis man sich eigentlich nur mehr wünscht, dass es endlich vorbei ist. Dabei sieht Glawogger ganz offensichtlich auch in diesen Bildern eine Art von Schönheit; die Schönheit der unverblümten Wahrheit.
5 Jahre hat Glawogger an
Workingman’s Death gearbeitet. Heraus gekommen ist ein bildgewaltiger Dokumentarfilm, bei dem man oft wegsehen will, aber doch nicht kann.
Glawoggers neueste Produktion ist nach
We feed the World der nächste österreichische Dokumentationsfilm, der Maßstäbe setzt.