Ein verwaistes Geschwisterpaar hat in L.A. einen Autounfall. Das Unfallopfer wird von einem großen Tier verschleppt, die Geschwister werden dabei verletzt. Die Schwester steht am Beginn einer Beziehung mit einem Hollywood-Womanizer, der einen Club im Horrorfilm-Stil eröffnet. Der Bruder, ein Comic-Geek, brilliert plötzlich durch sagenhafte Körperbeherrschung, die Schwester wird seltsam und sexy. Jetzt könnte es spannend werden, tut es aber nicht.

Wes Cravens neuester Streich nach der
Scream-Trilogie (
Freddy Krueger ist ja schon fast nicht mehr wahr) nennt sich
Cursed - Verflucht. Scheinbar hatte der Titel auch auf die Produktion des Films einen unheilbaren Einfluss. Mangelnde Handlung und nicht vorhandene Logik sind zwar bei einem Werwolf-Filmchen die Regel, aber ein zig-mal umgeschriebenes Drehbuch mit völliger Umstellung der Handlung sowie ewige Nachdrehs tun da sicher ihr übriges. Ansonsten – wie in diesem Genre üblich – eine Ansammlung an Serien-Prominenz:
Portia de Rossi, blonder Vamp aus
Ally McBeal,
Milo Ventimiglia, seines Zeichens Jess aus den
Gilmore Girls und
Joshua Jackson, Möchtegern-Rabauke aus der unsäglichen Serie
Dawson’s Creek – wäre der Film besser, könnte man deren Mitwirken als Cameo bezeichnen, aber ausschauen tut’s mehr nach Geldmangel sowohl auf Schauspieler- als auch Produzentenseite. Wieso Bambi-Auge
Christina Ricci da mitmacht, ist sowieso unverständlich – die Frau kann doch eigentlich schauspielen!
Ansonsten eine Anhäufung von Versatzstücken: Man nehme böse Geräusche im Dunkel, sich grundlos öffnenden Fenster, eine Wahrsagerin, den von allen anderen terrorisierte Geek, Vollmond, pentagrammförmige Wunden an Händen, schwarze Adern, Werwölfe, die mehr nach einem
Men in Black-Alien aussehen (und lustigerweise auch von einem solchen gespielt werden), einen Showdown im Spiegelkabinett – wie kreativ! Alles in allem erinnert das ganze ein bisschen an Packerlsuppe, denn „so einfach geht’s“: Inhalt mit dem Schneebesen in warmes Wasser einrühren und zum Kochen bringen. Ein Jahr kochen lassen. Ab und zu umschreiben und anschließend sofort servieren. Ideen zum Verfeinern: Eine bekannte Schauspielerin in High-Heels stecken und mit dem fertigen Film anrichten.