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Eine Mordsgaudi
Nach Jahrzehnten des Wartens darf man sich endlich wieder einmal über eine wirklich gute Komödie freuen. Dass Zombies dabei eine große Rolle spielen, ist umso erfreulicher.


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Zurück von den Toten ist Markus Steiger

Shaun (Simon Pegg) und sein Kumpel Ed (Nick Frost) hausen mit dem fest im Berufsleben stehenden Pete in einer Männer-WG. Während Shaun noch einem Job in einem Elektromarkt nachgeht, tut Ed rein gar nichts. Auch Liz (Kate Ashfield), Shauns Freundin, bereitet ihm Probleme, will sie sich doch nicht ganz mit seinem besten Kumpel und seinem Lieblingspub The Winchester anfreunden. Als alles in die Binsen zu gehen scheint, stehen die Toten aus ihren Gräbern auf, um die Lebenden zu fressen. Eine gute Chance für Shaun, um sich bei Liz zu rehabilitieren. Zusammen mit Ed fasst er den Entschluss, seine Geliebte zu retten und ins Winchester zu bringen.

Kritik
Shaun of the Dead ist einer der witzigsten Filme der letzten Jahre. Das ist keine Aussage, um auf eine halbwegs gute Horrorkomödie hinzuweisen, die sich etwas vom Rest abhebt und deswegen Lob verdient. Nein: Dieser Film schafft es, aus abgedroschenen Themen einen sympathischen und extrem witzigen Stilmix zu schaffen, der seinesgleichen sucht.

Ich könnte jetzt ad hoc locker zehn Szenen aufzählen, die zum Brüllen komisch sind. Der Wortwitz, der aber „nur“ im englischen Originalton seine Wirkung zeigt, gehört zum Feinsten im Komödienbereich. Der englische Regisseur Edgar Wright hat seine Hausaufgaben gemacht und beweist mit Shaun of the Dead, dass er Filme liebt und über den typischen trockenen englischen Humor verfügt. Außerdem unterlegt er seine Szenen mit guter Musik und legt sich bei den Genres nicht wirklich fest. Hier paaren sich Slapstick und Wortwitz mit Gore-Szenen und Beziehungsschmus. Und wo andere Regisseure scheitern, nämlich beim Vermischen von Genres, reüssiert Wright überraschenderweise mit einer extrem sattelfesten Inszenierung.

Die Charaktere sind stereotyp aber verdammt witzig, die Handlung ist nebensächlich aber völlig ausreichend und die Effekte sind wirklich auf höchstem Niveau. Warum Shaun of the Dead bei uns direkt in die Videothek gekommen ist, kann nur ein gemeines Rätsel sein. Man könnte jetzt sicherlich noch ein paar Szenen erzählen oder soziale Kritik im Film suchen; Das ist aber nicht meine Aufgabe. Das sollten Sie tun, wenn Sie mit Ihren Freunden im nächsten englischen Pub sitzen und sagen: „Du, ich hab da einen extrem witzigen Film gesehen!“