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Grauenhaft
Boogeyman ist einer der miesesten Horrorfilme in der Filmgeschichte. Das war den Amis aber wurscht. Der Film wurde ein Erfolg an den Kinokassen.


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Mit einem Hörsturz bezahlt von Markus Steiger

Der kleine Timmy muss mit ansehen, wie sein Vater eines Nachts vom Boogeyman, einer Gestalt, die im Wandschrank lebt, verschleppt wird. 15 Jahre später hat er den Schock noch immer nicht überwunden; Keiner hat ihm je geglaubt. Das Verschwinden des Vaters wurde als Flucht vor der Familie interpretiert, was sich Tim (Barry Watson), der nun erwachsen ist, auch selbst einredet. Als seine Mutter stirbt, geht er noch einmal zurück in das Haus, in dem der schreckliche Vorfall statt gefunden hat. Tim muss sich dem Monster nun stellen, denn es hat seine Freundin Jessica (Tory Mussett) geschnappt.

Kritik
ZISCH. Der Boogeyman ist da. Und er kann ganz viele Geräusche machen. KNARR. BLITZ. Aber was ist das? War das ein kleines Stück Story? KNIRSCH. WUMMS. Nein. Ich muss mich getäuscht haben. Stephen T. Kay hat nur kurz meine Synapsen mit dem übermäßigen Einsatz.... KNALL, PLATSCH....AAAHHH.. sorry, wo war ich? Ach ja. Meine Synapsen mit dem übermäßigen Einsatz von Effekten überfordert.

Einen so miesen Horrorfilm wie Boogeyman hat man selten gesehen. Hier geht es nach einem genretypischen Anfang nur noch um eines: den schnellen RUMMS BUMMS-Schockeffekt. Der Regisseur spart sich ab Mitte des Films sogar den Aufbau von gruseligen Szenen - einfach die Regler nach oben und ein schneller Zwischenschnitt, und schon klebt man an der Decke. Boogeyman ist wie eine Achterbahnfahrt, in der man zugebundene Augen hat. Jederzeit kann einen der Richtungswechsel erwischen, und das ist gemein.

Atmosphäre sucht man dabei vergeblich. Barry Watson als Tim tapst als ziemlicher Hosenscheißer durch die Szenen, wobei sein Schauspiel den niedrigen Anforderungen nicht Stand hält. Vielmehr zeigt sich die Angst mehr in der weißen Schminke der Maskenbildnerin als in seinem Blick. Das ist aber nebensächlich, da man in einem Horrorfilm auch Affen spielen lassen könnte, Hauptsache, die Atmosphäre stimmt. Stephen T. Kay will mit seinem Schnellschuss-Produkt aber nur auf den Ring und Grudge-Zug aufspringen, um mal schnell Kohle zu machen; Seine Seele hat er damit verkauft.

Leider auch einige Kinokarten, weswegen wir den Film wohl in die Kinos bekommen haben. Ansonsten wäre es eine Direct-to-Video-Sache geworden, und nicht einmal für die Videothek wäre er gut genug. Wäre es nicht schön, wenn gewisse Drehbuchschreiberlinge und Regisseure nicht auch vom Boogeyman geholt würden?