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Totgeburt
Jonathan Glazer kann mit seinem Zweitwerk leider nicht so punkten wie mit seinem Debüt.


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Geboren von Markus Steiger

10 Jahre sind vergangen, seit Annas (Nicole Kidman) Mann beim Joggen gestorben ist. Ihr Leben scheint völlig in Ordnung, bis der 10-jährige Sean auftaucht und behauptet, er wäre die Reinkarnation ihres Mannes.

Kritik
Jonathan Glazer hat vor einigen Jahren mit Sexy Beast ein furioses Regiedebüt abgeliefert, dass auf brutale Weise den Gangsterfilm persifliert hat. Da diesem Film ein relativ guter Erfolg vergönnt war, durfte sich der ehemalige Videoclipregisseur nun in Hollywood betätigen, ein Umstand, der schon aus vielen guten Regisseuren Auftragsarbeiter werden ließ. Und auch Glazer tappt teilweise in diese Falle.

Birth ist ein Starvehikel, dass weniger durch die tolle Story als vielmehr durch die Schauspieler punkten will. Allen voran Nicole Kidman, die eine Tour de Force abliefert, welche durch sehr lange Einstellungen nur noch verstärkt wird. Glazer greift bei seinem Film leider auch ein bisschen in die Sixth Sense-Schublade und gönnt ihm auch einen Schuß Rosemarie’s Baby, was besonders an Nicole Kidmans Outfit und Frisur zu erkennen ist.

Sonst passiert bei Birth nicht viel. Der Aufreger mit der Pädophilie ist zwar keiner, trotzdem sind gerade diese Szenen die nachhaltigsten. Nach außen hin ist der Film ein Verwirrspiel der alten Schule, in Wirklichkeit ist Birth aber die traurige Geschichte einer Frau, die auch 10 Jahre nach dem Tod ihres Mannes nicht über ihn hinwegkommt. Die Wahrheit, die sich am Ende für den Zuseher erschließt, hinterlässt ein ungutes Gefühl in der Magengrube, da nichts so ist wie es scheint. Und das ist das wahrhaft Traurige in diesem Film.