Die Verfilmung des Erfolgsmusicals „Das Phantom der Oper“ plätschert dahin und besticht höchstens durch den Wiedererkennungswert der Lieder.
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Paris 1870: Die Pariser Oper wird von einem unheimlichen Geist terrorisiert, der Einfluss auf die musikalische Leitung zu nehmen versucht. Als die Direktion seine Forderungen nicht erfüllt, droht das Phantom, alle Inszenierungen zu sabotieren. Auch der Star des Hauses, die temperamentvolle Operndiva La Charlotta (Minnie Driver) muss erkennen, dass jedem ein Unglück geschieht, der sich dem Willen des Phantoms (Gerard Butler) widersetzt. Mit einer Ausnahme: Die Liebe und Fürsorge des Phantoms gilt dem unschuldigen Chormädchen Christine (Emmy Rossum), das nach dem Tod ihres Vaters in der Oper ein neues Zuhause gefunden hat. Tief und geheimnisvoll ruft seine Stimme nach ihr und fördert ihr außerordentliches Gesangstalent, ohne sich jedoch jemals zu offenbaren. Nur die Leiterin des Ballettensembles, Madame Giry (Miranda Richardson), weiß, dass es sich bei Christines mysteriösem „Engel der Musik“ in Wirklichkeit um ein musikalisches Genie handelt, das sich in den Katakomben des Opernhauses versteckt hält und dessen Gesicht von einer schrecklichen Missbildung entstellt ist.....
Kritik
Basierend auf
Andrew Lloyd Webbers berühmtem Musical versuchte Regisseur
Joel Schumacher, der schon mit Blockbustern wie
Die Jury,
Nicht Auflegen! und
Batman & Robin von sich reden machte, einen Klassiker der Musicalgeschichte in einen Film zu verwandeln.
Mit Musicalfilmen ist das so eine Sache. Früher als Garant für Kassenschlager durchwegs brauchbar, kommt man nicht umhin, sich das Ganze doch wieder auf die Bretter, die die Welt bedeuten, zurückzuwünschen. Allein wegen des Flairs, das doch ein so anderes ist als das in einem Lichtspielhaus - vor allem, wenn es wie in diesem Fall direkt um die Oper geht; Ein Grund dafür, dass gerade diese Verfilmung eines der erfolgreichsten Musicals mit dem Problem zu kämpfen hat, nicht recht stimmig zu sein. Streckenweise wird das Ganze schlichtweg fad und der - den meisten wahrscheinlich schon durch und durch - bekannte Plot zu dünn. Einzig die mittelprächtigen Gesangseinlagen wecken kurzzeitig Erinnerungen an alt bekannte Melodien.
Lichtblick in diesem erwartungsgemäß heftigen Bombardement an Kostümen, pompösen Kulissen und schier unglaublich schlechten Gesangseinlagen von Minnie Driver sind die kreativ konstruierten Übergänge zwischen der Zeit der Geschehnisse und der filmischen Gegenwart viele Jahre später. Auch zwischendurch switcht die Erzählung hin und her, was die Sache ein wenig auflockert. Einen Glücksgriff haben die Produzenten mit der Hauptdarstellerin Emmy Rossum getätigt: Talent und ein frisches Gesicht, das sicherlich in nächster Zukunft wieder von einem Filmplakat lächeln wird.