
Jawohl!!! Zwar ist Final Call noch aus dem letzten Jahr, trotzdem kann er für das Jahr 2005 bei uns schon als der misslungenste Film vorgemerkt werden (wir gehen halt nach VÖ-Termin). Und da Battlefield Earth aus dem Jahr 2000 ist, kann Cellular (Originaltitel) sogar für das schlechteste Werk des neuen Jahrtausends nominiert werden.
Nicht oft läuft in einem Film so viel falsch, dass man schon gar nicht mehr raus gehen will, sondern den Schrott (Trash war noch nie so trashig) mit Genuss bis zum bitteren Ende erträgt. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Sei es die strunzdumme Übersetzung des Titels ins Deutsche (nein, die Amis sagen nicht Handy zum Handy), die maßlose Schleichwerbung (Gruß an Didi und die Jungs von Nokia, die sicher alle einen Porsche besitzen) oder die schauspielerische Leistung von
Kim Basinger (ist das wirklich ernst gemeint?): Alles an Final Call ist peinlich.
Und da stellt sich die eigentliche Frage: Sind die komischen Momente Absicht oder nicht? Sind sie Absicht, dann ist es keine gute Komödie, da die Gags nur halbherzig Genrevertreter zitieren und dem Film oft eine gewisse Ernsthaftigkeit nicht abzusprechen ist. Sind sie ungewollt, dann haben wir es bei
David R. Ellis mit einem der schlechtesten Regisseure überhaupt zu tun. Und der Cast hilft mit wie nur was. Kim Basinger spielt zwar alle an die Wand (die zum Erschießen),
Jason Statham und
Chris Evans wollen aber auch den Titel für die diesjährigen Rezzie-Awards. Und
William H. Macy, der nie mehr der sympathische Loser sein wollte, spielt den – Überraschung – sympathischen Loser.
Ach. Es gibt noch so viel, was man (negatives) über diesen Film sagen könnte, aber Sie sollen es selbst sehen. Deswegen wird hiermit Final Call offiziell als Filmtipp ausgewiesen: Bitte anschauen.