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Manhattan revisited
1979 schuf Woody Allen den Film, der wohl als einer der typischsten seines Oeuvres gelten kann. Wird der Film im Jahre 2004 seinem Ruf gerecht?


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noch einmal ins Auge gefasst von Stefan Oswald

Kritik
Einem Film, der im kulturell Unbewussten für den Mythos New York und Stadtleben im allgemeinen steht, unvoreingenommen zu begegnen, ist schwer.
Von der Wirkung der poetischen Bilder New Yorks (geschaffen von Gordon Willis(Godfather)) und von der Musik George Gershwins geht auch heute noch ein melancholischer Zauber aus. Dennoch sind die Prototypen der Allenschen Welt - die "Stadtneurotiker" - ihre Probleme und ihre Dialoge so sehr ins allgemeine Bewusstsein eingegangen und werden fortwährend als Schablonen für unzählige Sitcoms eingesetzt, dass der Film nicht mehr zu fesseln vermag. Und so ist es traurig, dass man das Vergnügen, das man einstmals beim Betrachten des Films hatte, nicht mehr nachvollziehen kann, denn die Zeit hat ihn alt gemacht.
Der Film, der meiner Meinung nach wie wenig andere zur Identität des "modernen" Menschen dieser Tage beigetragen hat, hat seine historische Bedeutung, ist aber - trotz seiner optischen Qualitäten - nicht zu den wirklich Großen zu zählen.