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He Zwerge Ho
Hinter den Bergen bei den 7 Zwergen lebt Otto als gewohnt kichernder, hopsender und in diesem Fall bezipfelmützter Zeitgenosse. Ein Märchenpotpourri der Grimm - Erzählungen mit einem beachtlichen Aufgebot deutscher Comedians.


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schmunzelnd überstanden von Gisela Säckl

Tief im dunklen Wald leben die sieben Zwerge. Da gibt es unter anderem Tschako den Kampfzwerg (Mirko Nontschew), Bubi den Naiven (Otto Waalkes) und Brummboss, den Chef (Heinz Hönig). Aber sie sind keine gewöhnlichen Zwerge. Zum Beispiel sind sie nicht klein, denn "Zwergsein ist eine Frage der Einstellung“ - und sie wurden auch nur Mitglied der Zwergen- WG, weil sie in der normalen Welt Probleme hatten, vor allem mit den Frauen.

Als Schneewittchen (Cosma- Shiva Hagen) auf der Flucht vor der Königin (Nina Hagen) bei ihnen auftaucht, kommt die eingespielte Männer-Selbstfindungsgruppe gehörig durcheinander. Aber kaum hat man sich aneinander gewöhnt, wird Schneewittchen entführt. Die Königin will sie endgültig verschwinden lassen. Für die Zwerge ist klar - sie müssen den Wald verlassen, das Schloss stürmen und Schneewittchen befreien.


Kritik

Ein Ottofilm. Keine Überraschungen, keine Trendwende, keine allzu großen Pointen. Otto Waalkes setzt auf Altbewährtes und hoppelt dieses Mal durch den finsteren Wald. Anders als in der Vergangenheit jedoch sind die Komparsen keine unbeschriebene Blätter, sondern allesamt deutsche Comedians der jüngeren Vergangenheit. Im Falle der Nina Hagen, die zugegebner Maßen eine sehr glaubhafte böse Königin mimt, gesellen sich sogar Kaliber der alten Schule zum Reigen der Märchenfiguren. Bemerkenswert auch die Gleichstellung der Charaktere der sieben Zwerge denen sich Otto ohne Starallüren fast gänzlich anpasset.

Der Plot ist nebensächlich und vermischt so ziemlich alles an grimmschen Erzählungen vom Schneewittchen bis zum Rotkäppchen mit kleinen aktuellen Seitenhieben, wie beispielsweise der wirklich erquickenden Sequenz mit Helge Schneider als Parodie des Gandalf aus „Herr der Ringe“. Sensationell auch der Auftritt von Rüdiger Hoffmann als Spiegel, ein wahrer Knaller zwischen einer Fülle von teilweise kaum erträglichen Rohkrepierern. Durch das Aufgebot unterschiedlichster Komödianten kann es zu leichten Irritierungen kommen, wie im Falle des hessischen Slow- Motion- Redners Martin Schneider, der zwar eine unglaubliche Mimik, aber die ebenso unglaubliche Gabe besitzt, Pointen anscheinend einfach auszulassen. Cosma Shiva Hagen als schönes Schneewittchen kann sich an der Seite ihrer Mutter Nina Hagen beweisen und Christian Tramitz bringt sich als schon aus „Bullyparade“- Zeiten bekannter Jäger mit ein. Kurzauftritte, wie zum Beispiel Harald Schmidt beim Narrencasting, lassen Euphorie aufkommen, werden von einem gewöhnungsbedürftigen Atze Schröder aber schnell wieder in Schranken verwiesen. Trotz der vielen verschiedenen Figuren und Arten von Humor, trägt der Film eindeutig Ottos Handschrift und man kommt nicht umhin sich bei dem obligatorischen Ottoliedchen zu fragen, wohin er sich in den letzten vier Jahren seit Otto- Der Katastrophenfilm hinentwickelt hat.. oder eben nicht.

Zusammengefasst also ein Film, wie er von Otto Waalkes zu erwarten war, gespickt mit ein paar netten komödiantischen Lichtblicken und sonst recht viel Geblödel.