Suche: Suche abschicken


Coronado
Viele Specialeffects und sonst nicht recht viel.


Werbung

teilweise verschlafen von Gisela Säckl

Claire (Kristin Dattilo), verwöhnte Tochter aus gutem Hause, ist glücklich mit Will (Michael Lowry) verlobt, der sich gerade auf einem Business Trip in der Schweiz befindet. Claire folgt ihm, um gemeinsam mit Will ein paar romantische Tage in Zürich zu verbringen. Doch zu ihrer großen Überraschung kann Claire weder die Firma, noch ihren Verlobten finden. Als einzigen Hinweis entdeckt sie Will’s Reiseunterlagen mit dem Reiseziel zentralamerikanisches Land namens Coronado. Claire ist wild entschlossen, ihren Verlobten zu finden und das große Abenteuer beginnt. Auf der Flucht vor den Soldaten des größenwahnsinnigen Diktators (John Rhys-Davies) verbündet sie sich mit einem raubeinigen Journalisten (Clayton Rohner) und findet sich bald auf wackeligen Dschungelbrücken und in riesigen Maja-Tempelhöhlen, die den Rebellen des Landes als Versteck dienen.

Kritik
Für alle, die sich nach dem Trailer gedacht haben einen Actionfilm in der Liga eines „Indianer Jones“ geboten zu bekommen, werden in „Coronado“ mit Sicherheit nicht ihre Erfüllung finden. Spezialeffekte - schön und gut. Doch auch wenn Profis am Werk waren, kann ein Film nicht nur durch diese Komponente gehalten werden und in sämtlichen anderen Belangen eine so mangelhafte Performance abliefern. Volker Engel, seines Zeichens Oscarpreisträger für die Visual Effects in „Independence day“, hat mit Kollegen Marc Weigert ganze Arbeit geleistet, keine Frage. Explodierende Panzer und Helikopterschwaden können jedoch nicht einen charismatischen Hauptdarsteller oder Hauptdarstellerin ersetzen, geschweige denn einen Film mit vorhersehbarer und durchweg klischeebehafteter Story annehmbar aufwerten.

Der Plot ist also mindestens genauso platt wie seine Figuren. Der Versuch dem Ganzen eine politische und gesellschaftskritische Seite aufzudrücken, indem es eine Revolution durchzubringen gilt, wirkt gekünstelt und scheitert kläglich. Mit viel schlechten Gags und noch viel schlechteren Running- Gags wird aufgewartet, Regiefehler gibt’s bis zum Abwinken und die immer wieder aufheulende Musik erinnert den Zuschauer stets aufs Neue, dass hier jemand versucht hat an Blockbuster wie „Die Mumie“ oder eben „Indiana Jones“ anzuknüpfen.

Alles in Allem eine dahinplätschernde, streckenweise stümperhaft zusammengestückelte Sache, die so trashig ist, dass es leider trotzdem nicht wieder schön ist. Und ein weiterer Beweiß dafür, dass ein gut gemachter Trailer noch lange nicht einen gut gemachten Film bedeutet.