Die spätpubertäre April hat sich noch nie gut mit ihrer Mutter verstanden. Die hat aber Krebs und nicht mehr lange zu Leben – und so lädt April die ungeliebte Familie zu einem Versöhnungs-Thanksgiving-Truthahn in die Bruchbude nach New York ein. – Die Familie (harmoniesüchtiger Vater, neurotische Mutter, hochnäsige Schwester und harmloser Bruder) machen sich unwillig auf den Weg aus New Jersey, während April und ihr Freund Bobby (Derek Luke) Deko und Truthahn fertig zu bekommen versuchen.
Womit niemand gerechnet hat: Aprils Backrohr funktioniert nicht. Nun macht sie sich bei ihren Nachbarn auf die Suche nach einem Leihofen – und lernt dabei Lebensgeschichten, Preiselbeersauce und kleine Hunde kennen. Natürlich auch jede Menge freundliche Menschen aller Hautfarben. Liebt einander!
Regisseur Peter Hedges sagt zu dieser seiner Erstlings-Regiearbeit, sie sei teils autobiographisch – denn auch er habe seine Mutter verloren. Allerdings sei seine Mutter kein solches Monster wie die von April gewesen, und er habe auch nicht viel gemeinsam mit Katie Holmes’ Figur. Eigentlich ginge es ja nur um den Puter.
Wie auch immer – was aus dem semi-autobiographischen Fleckerlteppich geworden ist, hat durchaus Unterhaltungswert und dient auch der moralischen Erbauung, ohne allzu staubtrocken oder tränenfeucht zu sein; vor allem die Mutter (Patricia Clarkson) hat gute Momente, und Holmes in der tragikomischen Rolle kann mehr als befürchtet. Botschaft: Liebt einander – aber nicht bedingungslos, genauso wie diesen Film.