Im Jahre 2054 hat die Menschheit den Mars besiedelt. 250 Jahre später kehren die Nachkommen der ersten Siedler zurück. Ihr Ziel ist es, die Erde zu erobern und deren Bewohner zu vernichten. Und tatsächlich scheint die Lage aussichtslos: Die Invasion hat begonnen.
Königin Metapha befielt dennoch, "nicht den Sand in den Kopf zu stecken". Denn es gibt eine letzte Hoffnung: Die Besatzung des "(T)Raumschiff Surprise" muss auf einer Zeitreise die Besiedelung des Mars rückgängig machen. Die Crew hat allerdings eine sehr viel dringendere Mission: Sie steckt mitten in den Vorbereitungen ihrer Tanznummer für die "Miss Waikiki Wahl". Und nimmt deshalb nur sehr widerwillig ein Taxi zur Erde...
Nachdem die großangelegte PR-Maßnahme in Sachen (T)raumschiff Surprise den gesamten deutschsprachigen Raum überrollt hat, ist es nun soweit: Nach dem Erfolg von "Der Schuh des Manitu" folgt der zweite cineastische Streich von Michael Bully Herbig. Vorab muss leider gesagt werden, dass der Film die vielleicht etwas zu hochgepuschten Erwartungen nicht erfüllt. Vielmehr wird der Zuschauer mit einer Fülle von lauwarmen Wortwitzen und erstaunlich schlecht geplanten Pointen konfrontiert. Irgendwie kommt der Film und seine Figuren nicht richtig in Fahrt, sondern humpelt besonders in der ersten halben Stunde mehr schlecht als recht von einem "Scherzchen" zum nächsten. Die besseren Szenen kennt man außerdem bereits aus dem Trailer.
Die Idee mit der schwulen Raumschiffcrew Käpt'n Kork (Christian Tramitz), Mr. Spuck (gespielt von Herbig selbst) und Bordingenieur Schrotty (Rick Kavanian), angelehnt an die Charaktere der amerikanischen Serie "Raumschiff Enterprise", lässt sich zugegebenermaßen gut ausschlachten. Einen 90-minütigen Film damit zu füllen, ist jedoch ein bisschen zu hoch gepokert. Herbig, der ja das Thema dieses Films von den Zuschauern seiner Comedyshow "Bullyparade" via Internet bestimmen ließ, wusste um diese Problematik. Gelöst hat er das Ganze dann mit vielen Specialeffects (explodierende Raumschiffe und so) und einer Zeitreise, die wieder in die Zeit des Manitu und seines Rivalen Santa Maria führt. Wie auch schon im Vorgängerfilm tanzt sich Sky DuMont gehörig einen Wolf, neu ist Til Schweiger, der sich als fußballspielender Taxifahrer ein Stelldichein gibt.
Zusammenfassend ist die Maschinerie rund um dieses "Medienereignis" eine viel zu große für diesen Film. "Der Schuh des Manitu" war noch ehrlicher und hatte auch von der Besetzung her (man erinnere sich an die komödiantisch erstaunlich begabte Marie Bäumer als Uschi) mehr zu bieten. An diesen ersten Erfolg anzuknüpfen ist ein sicherlich nicht einfaches Unterfangen. Eine derartig weitgestreute PR- Kampagne an den Film dranzuhängen, macht es aber wahrscheinlich, dass das "(T)Raumschiff Surprise" den Rekord von "Der Schuh des Manitu" als erfolgreichster Nachkriegsfilm brechen wird. Die Riege rund um Bully hat anscheinend entdeckt wie viel Geld sich machen lässt, wenn man auf die "neue deutsche Comedy- film- welle" aufspringt und viel Lärm drum macht. Man bedenke, dass es außer den gängigen Fanartikeln, wie T- Shirts, auch noch einen eigenen "Surprise"- Burger und einen von Stefan Raab beigesteuerten Soundtrack gibt.