Im dritten Teil der Trilogie demontieren die Wachowskis ihr eigenes Denkmal. Ein Nachruf
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Die Dinge stehen schlecht für die Menschenstadt Zion: Drohnen der Maschinen bahnen sich den Weg durch die Kanäle und bedrängen den letzten Rest der Menschheit. Somit ruhen die letzen Hoffnungen auf Neo. Der wurde aber vom Merowinger in „die Bahnstation“ eingesperrt, einem Schnittpunkt zwischen Zentralcomputer und der Matrix. Als es Trinity und Morpheus gelingt, ihn zu befreien, ergibt sich das nächste Problem. Der irre Mr. Smith klont sich selbst zu Hauf, um die Matrix zu beherrschen und Neo zu eliminieren. Neo wird klar, dass es nur einen Weg gibt, alle Probleme zu lösen: Sich selbst zu opfern, um Smith zu besiegen. Doch dazu muss er erst in die Stadt der Maschinen gelangen.
Kritik
Schon Teil 2 der Sage vom Kampf der unterlegenen Menschheit gegen die Maschinen ließ uns kopfschüttelnd aus den Kinos wanken. Zu lasch erschien die Fortsetzung im Gegensatz zum ersten Teil, der mit geballter Action, coolem Soundteppich, edlem Retro-Design, einer überraschenden Auflösung und nicht zuletzt einer – für eine US-Produktion – ziemlich kritischen Botschaft begeistern konnte. Wenn die Wachowski-Brüder nun mit dem dritten Teil endgültig ihr eigenes Werk sabotieren, ergeben sich erstaunliche Parallelen mit einer anderen „Größe“ der Filmgeschichte. George Lucas, mit den (historisch) ersten Teilen der Star-Wars-Serie höchst erfolgreich, was die Schaffung eines Mythos angeht, kehrte auch alles, was an den ersten Filmen begeistern mochte, mit der müdenFortsetzung um: Die parabelhafte Erzählung von den guten Rebellen, die einer alles beherrschenden, bösen Macht den Garaus machen wollen, wird mit einer langatmigen Liebesgeschichte, dollarschwerem Actiongetöse und einer Entzauberung des eigenen Mythos (in Star Wars wird die Jedi-Macht durch eine ziemlich unromantische Gen-Abnormität in Matrix II und III wird die Existenz von Neo durch einen systemimmanten Fehler erklärt. ) zu Leibegerückt. Sogar die Details stimmen: Der Typ des zielgruppengerechten Geniekinds (hier ergibt sich auch eine erstaunliche Paralle zu einer der unbeliebtesten Figuren von Star Trek: Wesley Crusher) nervt sowohl in Star Wars als auch im dritten Teil von Matrix.Weil der Streifen auch in dramaturgischer und schauspielerischer (siehe etwa die „Stirb endlich!“-Szene von Trinity.) Hinsicht nicht zu überzeugen vermag, und die Action zwar den Eindruck macht, einiges gekostet zu haben, aber auch niemanden mehr vom Hocker reist, verbleibt insgesamt der Eindruck von einem 125 Minuten dauernden lustlosen Dienst nach Vorschrift der Wachowski-Brüder. Dass die Geschichte von der Matrix auch noch nach metaphysischem Karacho in einer seltsamen Harmonie zwischen den Kontrahenten endet, entstellt die Geschichte insgesamt und beschädigt leider auch den guten, ersten Teil. Wir haben eheliche Liebe über den Tod, Action und philosophisches Geschwafel, was wollt ihr mehr für euer Geld?
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