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Japón
Ein Mann sucht den Tod und findet das Leben: Gnadenloser Regieerstling aus Mexiko.


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Eine Kritik von Thomas Taborsky

Ein Auto löst sich aus den Blechkolonnen der Stadt, fährt immer weiter. Am Ziel angekommen, steigt ein namenloser Mann aus und macht sich auf den Weg in ein abgelegenes Tal - um dort zu sterben. Carlos Reygadas Erstlingsfilm ist eine Wanderung durchs Nichts, begleitet von Tod und Zerstörung, eine Suche nach dem, was einen Menschen aus macht. Der Namenlose findet sein Licht in der Dunkelheit in Form der Einsiedlerin Ascen, die ihn aus seiner Jenseitigkeit ins Leben zurück holt. Neben der eigentlichen Geschichte nimmt sich der Regisseur viel Zeit, um mit der Kamera zu arbeiten, gibt ihr Zeit für Rundumschwenks und lange Einstellungen, und sorgt damit für eine großzügigere Dimension des Ganzen. Neben leicht religiösem Anklang besitzt Japón auch eine zivilisationskritische Note, eine Seite, die Metropolen durchaus als Seelen raubend ansieht und das Individuum heraus stellt. - Eindrucksvoll.