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Der Pianist
Unpersönliches Holcoaust-Epos von Roman Polanski: Vom wundersamen Überleben des Pianisten Wladyszlaw Spilmann im Warschauer Ghetto.


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Eine Kritik von Christoph Huber

Nach den Memoiren des polnisch-jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilmann: eine Chronik seines Überlebens während des zweiten Weltkriegs. Durch Glück dem Abtransport ins KZ entkommen, wird er, von verschiedenen Helfern versteckt, passiver Zeuge der Gräuel in Polen während der Kriegsjahre: die eskalierenden Ausschreitungen gegen Juden, der Aufstand im Warschauer Ghetto, schließlich die Befreiung, die er nur dank der Hilfe eines deutschen Offiziers (Thomas Kretschmann) erlebt. Roman Polanski, selbst mit knapper Not dem Holocaust entronnen, macht aus diesem Stoff ein enttäuschend unpersönliches, immerhin mit gebotener Distanz gefilmtes Respektabilitätsopus: Historische Akkuratesse und unterkühlte Großproduktionsästhetik geben den Ton ab. Der Emotionsheischerei, mit der man dem Holocaust seit "Schindlers Liste " gern kassenträchtig zu Leibe rückt, entgeht "Der Pianist " damit, dramatische Wucht oder wirkliche Auseinandersetzung mit dem Thema bleiben allerdings ebenfalls auf der Strecke, während gelegentliches Abgleiten in Nazi-Karikaturen (trotz versuchter Ausgewogenheit) und akademische Belehrung nicht immer vermieden werden. Nicht ganz so schlimm, wie zu befürchten war, ist "der Pianist " damit die erstaunlich standpunkttreue Umsetzung der Erlebnisse einer durch und durch passiven Figur, von Adrien Brody erntsprechend leblos verkörpert.