Ein junger Mann erwacht in einem Hotelzimmer. Er hat einen Mordskater und kann sich an nichts erinnern, was am vergangenen Wochenende passiert ist. Eins nach dem anderen dämmern ihm die Vorkommnisse, und dass bei der Trauerfeier die Leiche explodierte, war bei weitem nicht der Höhepunkt...
In Japan kennt man den Regisseur,
Hiroyuki Tanaka (
Postman Blues), nur unter dem Künstlernamen
Sabu. Bei
"Monday" kombiniert er die unterschiedlichsten Dinge: Tradition, Klamauk, Exzesse, die moderne japanische Gesellschaftszüge, abstrusen Humor und viel betretenes Schweigen. In Flashbacks durchlebt der verkaterte Mann die wirre Ereigniskette noch einmal, und sieht bald nur eine Lösung: mehr Saufen und weitermachen. Der japanischen Mafia wird auf skurrile Weise genauso der Giftzahn genommen wie der Polizei, und alles steigert sich bis zum Aberwitz.
Sabu kennt bei
"Monday" nur Extreme: Teils lässt er völlige Stille herrschen, teils lässt er einen poppigen Soundtrack los, bei dem vor allem die Tracks des japanischen Big-Beat-Meisters
Captain Funk herausstechen. Vieles erinnert an den Stil von
Quentin Tarantino und
Takeshi Kitano, und um wenigstens eines dieser Vorbilder zu ehren, findet sich auch einer von
Kitanos Lieblingsschauspielern,
Susumu Terajima, im Film wieder - natürlich stilecht als Yakuza.
Trotz netten Anleihen und mehreren starken Momenten funktioniert der Film in seiner Gesamtheit aber kaum: Keiner der kritischen Gedanken trifft den Punkt, und fügt sich deshalb einfach nur in den absurden Trip ein, der nur mit langem Atem Spaß macht.