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Dämonisch
Daddy Meik bekommt von Gott den Auftrag, Dämonen in Menschengestalt zu vernichten. Er soll mit seinen zwei Söhnen die Menschheit vor dem Bösen retten. Der ältere Fenton macht da aber nicht mit.


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Eine Kritik von Markus Steiger

Ein Mann namens Fenton Meik (Matthew McConaughey) taucht beim FBI-Mann Wesley Doyle (Powers Boothe) auf und behauptet, er würde den Mann kennen, der sechs vermisste Personen auf dem Gewissen hat. Dabei erzählt er die Geschichte von sich, seinem Bruder Adam (Jeremy Sumpter) und seinem Vater (Bill Paxton), der von Gott beauftragt wurde, Dämonen in Menschengestalt zu finden und zu vernichten. Während sein Vater und Adam voll in der neuen Aufgabe aufgehen, glaubt Fenton den beiden nicht und stellt sich gegen den scheinbar wahnsinnig gewordenen „pater familias“. Dieser sieht in Fenton darauf hin selbst einen Dämon.

Kritik
Bill Paxtons Regiedebüt hat viele Eigenschaften, eine sticht dabei aber ganz besonders heraus: Langweilig. Nicht viele von Ihnen werden in einen Film gehen, über den Sie absolut gar nichts wissen. Deshalb kennen Sie die Grundstory von "Dämonisch". Und das ist es, was Sie 1 1/4 Stunden lang zu sehen bekommen.

Bill Paxton zeigt uns, wie Dad die Visionen bekommt, wie der eine Bruder mitmacht und der andere dagegen ist. Er zeigt uns, wie die ersten Opfer ermordet werden und wie der Konflikt zwischen Vater und Sohn eskaliert. Nie kann er jedoch den inneren Konflikt Fentons deutlich machen, der zwischen seiner Liebe zu seinem Vater und seinem Glauben and dessen Wahnsinn entbrennt. Vielmehr steuert Dämonisch auf ein wendungsreiches Ende zu, dass einige Fragen aufwerfen (aber nicht beantworten) wird und den Handlungsverlauf natürlich auf den Kopf stellt.

Wie gut oder schlecht man dieses Ende auch findet, so kann es nie die Langeweile auslöschen, die der Film die Zeit davor ausgelöst hat. Da helfen auch keine guten Darsteller (mit einer schlechten Synchronisation) und Gott sei Dank dezent gehaltene Gewalttätigkeiten, die den Zuschauer bis dahin bei der Stange halten sollen. Auch ist es sinnlos, anhand dieses Filmes das Thema verrückter Serienkiller, der seine Kinder in seinen verbrecherischen Plan integriert und aus ihnen damit Mörder macht, anzuschneiden. Dass Serienkiller nicht ganz frisch sind, wissen wir sowieso. Da gibt es nichts zu diskutieren. Und das Brutalität anerzogen werden kann, ist auch kein Geheimnis.

Was bleibt letztlich von Frailty (OT) übrig, das interessant wäre. Ich sage: Nicht genug, um eine Kinokarte zu lösen. Ein netter Videoabend zum nachherigen Diskutieren wird für manche aber durchaus herausschauen.

Fazit: Bill Paxtons Regiedebüt ist zwar engagiert, aber zu anspruchslos inszeniert, um nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben.